ORF-III-Themenabend Illegalität und Kinderarbeit am Montag: mit Ed Moschitz' preisgekröntem Film "Mama Illegal" u. a.

Außerdem: Fritz Moldens Widerstand gegen den Nationalsozialismus in "Erinnerungen - Zeitzeugen erzählen"

Wien (OTS) - Asyl, Illegalität und krisenbedingte Armut in Europa zählen zu den brisantesten Agenden der EU. Im Vorfeld zur Europawahl am 25. Mai widmet ORF III Kultur und Information diesem Thema am Montag, dem 12. Mai 2014, einen Programmschwerpunkt im Hauptabend. Den Auftakt macht um 20.15 Uhr Ed Moschitz' vielfach preisgekrönter Dokumentarfilm "Mama Illegal", der erst am Donnerstag in Berlin mit dem Europäischen CIVIS Medienpreis 2014 für Integration (im Bereich Information) ausgezeichnet wurde. Danach zeigt ORF III die Dokumentationen "Kinderarbeit in Europa" (21.55 Uhr) und "Europas verlorene Kinder" (23.00 Uhr) über Minderjährige, die illegal und ohne Familienrückhalt auf europäischem Boden ihr Leben fristen.
Im Anschluss widmet sich die dritte Folge der neuen ORF-III-Reihe "Erinnerungen - Zeitzeugen erzählen" um 0.00 Uhr mit Fritz Molden einem kämpferischen Geist, der die österreichische Printlandschaft entschieden geprägt hat und der unter anderem für seinen Widerstand gegen den Nationalsozialismus bekannt war.

Die Sendungen im Detail:

Dokus "Mama Illegal" (20.15 Uhr), "Kinderarbeit in Europa" (21.55 Uhr) und "Europas verlorene Kinder" (23.00 Uhr)

Der vom ORF im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens kofinanzierte Kinofilm "Mama Illegal" ist ein ebenso berührendes wie erschütterndes filmisches Dokument für das soziale Ungleichgewicht in Europa. ORF-Regisseur Ed Moschitz thematisiert darin das Schicksal dreier moldawischer Frauen, die seit Jahren illegal in Österreich und Italien als Putzfrauen arbeiten. Die Protagonistinnen Aurica, Raia und Natasa führen neben ihren harten Jobs ein Leben in Illegalität -ohne gültige Papiere und ohne medizinische Versorgung, jahrelang getrennt von Kindern und Familie. "Mama Illegal" zeichnet sieben Jahre im Leben der drei Frauen nach: Sie gehen Gefahren ein, werden ausgebeutet, leben in Angst, entdeckt und abgeschoben zu werden, erfahren eigene Erfolge und müssen dennoch oft erleben, dass die Familie, die sie zurückgelassen haben, zerbricht. Ein Film über den Preis des Traumes von einem besseren Leben.

Im Anschluss widmet sich ORF III mit zwei Dokumentationen dem Schicksal illegaler bzw. hart arbeitender Kinder in Europa:
"Kinderarbeit in Europa" zeigt auf eindringliche Art und Weise, dass Kinderarbeit nicht ausschließlich ein Problem von Drittweltländern ist, sondern seit Beginn der Wirtschaftskrise auch in Europa wieder zunimmt. "Europas verlorene Kinder" macht sich auf die Suche nach jenen 100.000 minderjährigen Migrantinnen und Migranten, die sich in Europa ohne Papiere und Familie alleine durchschlagen. Sie sind aus ihren Heimatländern geflohen und nehmen jedes Risiko auf sich, weil sie sich hier ein besseres Leben erhoffen. Dafür ertragen sie Gewalt, Ablehnung und Gleichgültigkeit und leben in ständiger Angst, verhaftet zu werden.

"Erinnerungen - Zeitzeugen erzählen: Fritz Molden - Widerstand gegen den Nationalsozialismus" (0.00 Uhr)

Die dritte Folge der neuen ORF-III-Reihe "Erinnerungen - Zeitzeugen erzählen" widmet sich Fritz Molden und dessen Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Der erst im Jänner dieses Jahres verstorbene Publizist und Verleger war Zeit seines Lebens ein liberaler österreichischer Patriot, ein Katholik und überzeugter Antifaschist, der im Widerstand gegen das Hitler-Regime mehrmals sein Leben riskierte. In den 50er Jahren hat er als Journalist, Chefredakteur und Herausgeber der "Presse" und des "Express" sowie als Gründer des Fritz Molden Verlags wie kaum ein anderer die Printlandschaft Österreichs bewegt und geprägt. Seine Erinnerungen zeugen von einem kämpferischen Geist für Gerechtigkeit und Freiheit.

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