ÖSTERREICH: Kaske kündigt AK- und ÖGB-Steuerkonzept an

AK-Chef will spürbare Entlastung jenseits der Milliardengrenze - Millionärssteuer soll bis zu 4 Milliarden Euro bringen - Kritik an Spindelegger

Wien (OTS) - Arbeiterkammer und ÖGB verstärken ihre Bemühungen in Richtung einer raschen Steuerreform. AK-Präsident Rudolf Kaske kündigt in ÖSTERREICH (Sonntagsausgabe) ein Steuerkonzept für Juni an. Zu den Eckpunkten sagt Kaske: "Wir wünschen uns eine Steuerstrukturreform. Mitte Juni werden AK und ÖGB ihr Konzept vorstellen. Wenn man eine spürbare Entlastung haben will, braucht man ein entsprechendes Volumen. Die letzte Steuerreform war 900 Millionen Euro. Spürbare Entlastung muss natürlich ein wesentlich höherer Beitrag sein."

Gegenfinanzieren will Kaske die Reform mit einer Millionärssteuer:
Die Arbeitnehmer zahlen sich die Steuerreform sicher nicht selbst. Die Begünstigung von 13. und 14. Gehalt und von Zulagen für z. B. Bauarbeiter bleiben. Wir wollen als Gegenfinanzierung eine Millionärssteuer. Und unsere Experten sagen: Da sind durchaus zwischen 2,5 und vier Milliarden drinnen."

Kritik übte Kaske an Finanzminister Michael Spindelegger: "Ich erwarte mir schon ein gewisses Gespür von ihm, wenn Wirtschaftsvertreter und Arbeitnehmerinnen sagen, dass eine spürbare Entlastung hergehört. Negiert er es, dann ist er nicht gut beraten."

Rückfragen & Kontakt:

ÖSTERREICH, Chefredaktion
Tel.: (01) 588 11 / 1010
redaktion@oe24.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FEL0002