9. Mai Europatags-Feier im Haus der Europäischen Union in Wien

Festakt mit Kommissar Hahn, Parlamentspräsident aD Hänsch, Bundesminister Kurz und den Schauspielern Stadler und Obonya

Wien (OTS) - Die Leiter des EU-Hauses in Wien, Georg PFEIFER (EU-Parlament) und Richard KÜHNEL (EU-Kommission) eröffneten gemeinsam mit Paul SCHMIDT (ÖGfE) die diesjährige Europatagsfeier, Die Schauspielerin und ehemalige Europaangeordnete Mercedes ECHERER moderierte anschließend die Gesprächsrunden mit den Podiumsgästen rund um das Thema der Europäischen Identität.

Alle Redner nutzten die Gelegenheit des heutigen Europatags um die Rolle Europas für Frieden und Stabilität zu unterstreichen, mahnten aber, dass diese Errungenschaften kein Selbstverständnis seien und diese Botschaften oft bei den BürgerInnen nicht entsprechend ankämen.

Die Suche nach der Europäischen Identität erfolgt oft über die Kultur. EU-Kommissar Johannes HAHN betonte, dass "viele grenzüberschreitende Kulturprojekte Türöffner für eine weitere vertiefte Kooperation" seien. Die Projekte, die meist regional überschreitend durchgeführt würden, wären auch ein wichtiger Anreiz zur positiven Mobilität.

Auch Schauspielerin Krista STADLER betonte die kulturelle Mobilität und die Sprachenvielfalt innerhalb der Europäischen Union. Ihr Europa definiert sie so: " Für mich ist Europa das, was ich mir auch im allgemeinen Zusammenleben wünsche: Eine Gemeinschaft mit Menschen in Freiheit."

Für die jüngere Generation konnte Außenminister Sebastian KURZ sprechen, der die Reisefreiheit, vor allem die Möglichkeit, in einem anderen Land zu studieren und zu arbeiten schätzt. Und zwar nicht nur für Studenten, sondern auch für all jene, die handwerkliche Berufe ergreifen wollen. Ein größeres Bewusstsein sollte auch dafür geschaffen werden.

Das Problem des mangelnden Bewusstseins wurde dann auch von Schauspieler Cornelius OBONYA aufgegriffen. "Ein so großer Tanker wie die EU muss mit Verordnungen, Gesetzen und Institutionen arbeiten. Das ist aber für die Bevölkerung, die wählen muss, langweilig und oft unverständlich." Eine Entregionalisierung der europäischen Politik und die ehrliche Erklärung an die Bevölkerung, dass die EU kein Laden sei, wo jeder sein Sonderangebot fände, sondern ein langer, gemeinsamer Weg, würde die Menschen bei weitem mehr erreichen.

Ähnlich äußerte sich auch der ehemalige Parlamentspräsident Klaus HÄNSCH: "Die Informationsbereitschaft aller Seiten ist verbesserungswürdig. Das gilt nicht nur für die bekannten Themen wie die Gurkenkrümmung, sondern für eine Vielzahl von anderen Fakten. Was wir als Institutionen produzieren, geht oft an den Bedürfnissen der Bevölkerung vorbei. Wir müssen lernen, uns an der Sprache der Menschen zu orientieren."

Der Europatag wird jedes Jahr am 9. Mai gefeiert. Anlass ist die Erklärung des französischen Außenminister Robert Schuman zur Bündelung nationaler Souveränitäten in Europa, die den Grundstein für die heutige EU legte. Auch in diesem Jahr finden in ganz Europa Veranstaltungen und Aktionen rund um den Europatag statt.

Weitere Bilder unter: http://www.apa-fotoservice.at/galerie/5381

Webstream unter: http://ec.streaming.at/20140509

Rückfragen & Kontakt:

Huberta Heinzel
Presseattaché, Informationsbüro des Europäischen Parlaments
Tel: 01/ 516 17 201; E-Mail: huberta.heinzel@europarl.europa.eu

Heinz Rudolf Miko
Vertretung der EU-Kommission in Österreich, Presse & Medien
Tel: 01/ 516 18-324; E-Mail: heinz.miko@ec.europa.eu

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | EUK0002