Windbüchler zum Muttertag: Humanitäre Hilfe für Frauen und Kinder in Krisengebieten dringendst erforderlich

Sebastian Kurz hat den Auslandskatastrophenfonds endlich aufzustocken

Wien (OTS) - Der 15. Report der Kinderschutzorganisation "Save the Children", der diese Woche präsentiert wurde, zeigt das drastische Bild der Situation von Frauen und Kindern im Nord-Süd-Gefälle. Während in Schweden statistisch eine von 14.000 Müttern jung stirbt, ist es im Tschad eine von 15. In Sierra Leone stirbt jedes fünfte Kind vor seinem fünften Geburtstag. Im Gegensatz dazu besteht die Gefahr für eines von 435 Kindern in Island im Durchschnitt.
"Hohe Lebenserwartung, westlicher, reicher Lebensstil, Bildung, Einkommen und vor allem ein Gesundheitssystem, das Schwangere, Mütter und Kinder versorgt gibt uns den Auftrag, Frauen und Kindern in armen Ländern zu helfen. Kulturell argumentierte Gewalt an Frauen und Mädchen und Kinderehen ab dem 9. Lebensjahr müssen vehementest bekämpft werden!", sagt die außen- und entwicklungspolitische Sprecherin der Grünen Tanja Windbüchler.

Krankheiten, bittere Armut, Krisen und bewaffnete Konflikte verschärfen das Elend. "Bürgerkriege in Syrien und im Süd-Sudan haben verheerende Auswirkungen auf Frauen und Kinder. Die Studie besagt, dass von den 80 Millionen Menschen, die im Jahr 2014 laut Prognosen auf humanitäre Hilfe angewiesen sein werden, sind 75 Prozent der Betroffenen Frauen und Kinder. Das ist eine unvorstellbare Anzahl und erfordert tatsächlich Hilfe vonseiten der Zuständigen in Österreich. Doch Österreich gibt gerade einmal fünf Millionen Euro für Betroffene von Naturkatastrophen oder bewaffneten Konflikte aus, das ist eindeutig zu wenig!"

Der Auslandskatastrophenfonds ist eine Einrichtung im Außenminsiterium. Nach humanitären Krisen und Katastrophenfällen im Ausland kann die Bundesregierung Mittel aus dem Auslandskatastrophenfonds für Maßnahmen der humanitären Hilfe zur Verfügung stellen. In den ersten Stunden und Tagen nach einer akuten Katastrophe soll rasch Hilfe geleistet werden, vor allem über die ExpterInnen-Organisationen, die Know How und Equipment bereitstellen können. Im Jahr 2012 wurde der Auslandskatastrophenfonds für Betroffene des Bürgerkriegs in Syrien, für Betroffene der humanitären Krise in der Sahelzone und im Südsudan eingesetzt, aber auch für kongolesische Flüchtlinge in Uganda. "Österreich hat die internationale Verpflichtung, alles mögliche zu tun um erstens die Müttersterblichkeit quanitativ und qualitativ zu verringern und zweitens den Auslandskatastrophenfonds wie versprochen von 5 auf 20 Millionen Euro pro Jahr zu erhöhen. Der AKF soll unbürokratisch Soforthilfe bereitstellen, die nicht auf einen Ministerratsbeschluss warten muss. Einfache, leicht umsetzbare Maßnahmen sind von Außenminsiter Sebastian Kurz gefordert."

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