AK Wien Vollversammlung fordert aktive Verteilungspolitik, rasche Steuerstrukturreform und ein gerechtes Arbeitsrechtspaket

Wien (OTS) - Eine aktive Verteilungspolitik zum Ausgleich der massiven Verluste für die ArbeitnehmerInnen durch die "kalte Progression". Eine derartige Steuerstrukturreform muss rasch erfolgen, forderte die Vollversammlung der AK Wien gestern am späten Nachmittag auf Antrag von FSG und ÖAAB. Die verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte und Familien müssen im unteren und mittleren Einkommensbereich durch merkliche Reallohnzuwächse ausgeweitet werden, um die Konsumnachfrage zu beleben.

Ebenfalls angenommen wurde der Antrag der FSG und des ÖAAB zum Arbeitsrechtspaket. Die Vollversammlung spricht sich strikt gegen Vorschläge von Wirtschaftsvertretern aus, dass die sozialpolitischen Teile nur zu ihrem einseitigen Vorteil umgesetzt werden sollen. Die Vollversammlung verlangt: Fairer Zugang zur 6. Urlaubswoche, Transparenz bei All-In-Veträgen, Bonus-Malus-System für Arbeitgeber, die ältere ArbeitnehmerInnen beschäftigen oder nicht beschäftigen. Von einem generellen 12-Stunden-Arbeitstag ist im Regierungsprogramm nicht die Rede, eine derartige Regelung ist für die AK inakzeptabel.

Der Antrag für eine Arbeitszeitverkürzung statt eines 12-Stunden-Arbeitstages (Gewerkschaftlicher Linksblock (GLB) und Kommunistische Gewerkschaftsinitiative - International (KOMintern)), der Antrag auf eine Volksabstimmung zum Freihandels- und Investitionsabkommen der EU mit USA (Fraktion Grüne Arbeitnehmer in der AK Wien) sowie der Antrag zu den Problemen bei der EDV-Umstellung im Bereich der Wr. Stadtwerke (Freiheitliche Arbeitnehmer/FA) wurden an die zuständigen Ausschüsse der AK Wien für weitere Beratungen zugewiesen.

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