Pflege: Es fehlen künftig 22.500 Vollzeitkräfte

Tag der Pflege am 12. Mai

Wien (OTS/Rotes Kreuz) - Die Anzahl an pflege- und betreuungsbedürftigen Menschen wird in Zukunft steigen. Die größte Herausforderung liegt dabei im fehlenden Pflegepersonal: Bis 2025 werden in Österreich rund 22.500 zusätzliche Vollzeitkräfte in der Pflege- und Betreuung benötigt. "Für die Pflege von morgen müssen wir schon heute dringend die Weichen stellen", sagt Prof. Gerald Schöpfer, Präsident des Österreichischen Roten Kreuzes. Bereits jetzt ist es in manchen Regionen schwierig, qualifiziertes Personal zu finden. "Das Image der Langzeitpflege ist im Vergleich zu dem von Gesundheitseinrichtungen wesentlich schlechter. Um Pflege und Betreuungsberufe attraktiver zu machen, müssen wir die Arbeitsbedingungen und die Arbeitsorganisation verbessern, die Berufsbilder aufwerten sowie die Kompetenzen erweitern". Darüber hinaus sei auch eine Reform der Ausbildung dringend notwendig. Nur so können in Zukunft qualitativ hochwertige Pflege- und Betreuungsangebote sichergestellt werden.

Besonders wichtig sei es, so Schöpfer, auf die Bedürfnisse von Menschen, die Pflege brauchen, einzugehen. In einer schriftlichen Umfrage hat das Rote Kreuz die Zufriedenheit seiner Klientinnen und Klienten sowie die ihrer Angehörigen erhoben. "Ich freue mich sehr über das Ergebnis", sagt Gerald Schöpfer. "95 Prozent unserer Klientinnen und Klienten sind mit ihrer Pflege oder Betreuung sehr zufrieden oder zufrieden". 99 Prozent würden das Rote Kreuz als Pflege und Betreuung anbietende Organisation weiterempfehlen. "Besonders wichtig für unsere Klientinnen und Klienten sind Freundlichkeit, Zuverlässigkeit und die fachliche Kompetenz des Pflege- und Betreuungspersonals. In all diesen Bereichen wurden die Rotkreuz-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter sehr positiv beurteilt. Besonders hervorgehoben wurde der respektvolle Umgang mit den Klientinnen und Klienten sowie das sehr gute Verhältnis zu den Betreuungspersonen", sagt Schöpfer. Die statistische Auswertung der Studie wurde vom NPO-Institut der Wirtschaftsuniversität Wien übernommen.

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