WKÖ-Moretti: Ausbau der Kinderbetreuung wäre bestes Muttertagsgeschenk der Politik

Frau in der Wirtschaft fordert flächendeckende, flexible und leistbare Kinderbetreuung - vor allem für die Kleinsten

Wien (OTS/PWK317) - "Gerade am Muttertag sollten wir uns Gedanken darüber machen, was Frauen leisten und wie die Politik diese Leistung unterstützen und fördern kann", erklärt Adelheid Moretti, Bundesvorsitzende von Frau in der Wirtschaft, der Unternehmerinnenvertretung in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) anlässlich des Muttertags am kommenden Sonntag. "Was alle berufstätigen Mütter vor allem dringend brauchen sind gut betreute Kinder - das wäre das beste Muttertagsgeschenk der Politik! Daher werden wir nicht müde, den raschen und flächendeckenden Ausbau von qualitätsvollen und leistbaren Kinderbetreuungsplätzen zu fordern und mitvoranzutreiben. "

Trotz steigender Frauenerwerbsquote: Immer noch Mangel an Betreuungsplätzen

Die Kinderbetreuungsquote für unter 3-jährige in Österreich liegt aktuell bei 19,7 Prozent. Die Vorgaben der EU für diesen Bereich betragen 33 Prozent, gemäß Barcelona-Zielen, denen sich Österreich zwar verpflichtet hat, ihnen aber immer noch hinterherhinkt. Auch im Ländervergleich liegt Österreich weit unter dem EU-Schnitt. Angesichts der erfreulichen Tatsache, dass die Frauenerwerbsquote in Österreich zwischen 2004 und 2012 von 60,7 auf 67,3 Prozent gestiegen ist, wird der dringende Handlungsbedarf in Sachen Kinderbetreuung noch deutlicher. Denn nur ausreichend Betreuungsplätze für die Kleinsten ermögliche es Müttern, rasch wieder in den Job einzusteigen.

Moretti: Schließzeiten und Ferien an modernen Familienalltag anpassen

Aber nicht nur ein "Mehr" an qualitätsvollen Betreuungsplätzen sei notwendig, auch die Öffnungs- bzw. Schließzeiten müssten an einen modernen Familienalltag angepasst werden, bringt Moretti auf den Punkt: "Sogar wenn ein Elternteil einer qualifizierten Teilzeitbeschäftigung mit mehr als 20 Stunden nachgehen will, ist das -inklusive Fahrtzeit - unmöglich, wenn die Betreuungseinrichtung um 13 oder 14 Uhr schließt." Ähnliche Probleme ergeben sich für berufstätige Elternteile in den Ferien. Regional überschreiten die Ferienzeiten der ganzjährig geführten Krippen oft die Urlaubsansprüche eines oder sogar beider Elternteile. "Wir fordern daher, die Schließzeiten von Kinderbetreuungseinrichtungen auf maximal drei Wochen pro Jahr zu reduzieren und die Öffnungszeiten auf mindestens 50 Stunden pro Woche zu erweitern", appelliert Moretti. (ES)

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