Energiespeicher werden den Erfolg von Alternativantrieben mit entscheiden

35. Internationales Wiener Motorensymposium: Zulieferer stehen bereit

Wien (OTS) - Elektroauto, Erdgasantrieb, Wasserstoff und Brennstoffzelle? Technik und Wissenschaft ringen um den Antrieb der Zukunft, wie das derzeit in der Wiener Hofburg stattfindende Internationale Wiener Motorensymposium beweist. Große Autozulieferer wie Magna oder Continental spielen dabei an vorderster Front mit und positionieren sich als clevere Systementwickler.

Wie der österreichisch-kanadische Autozulieferer Magna prophezeit, werden neue Energie-Speichertechnologien den Schlüssel zum Durchbruch alternativer Antriebssysteme darstellen und über die Kundenakzeptanz und den Markterfolg entscheiden. Diese Ansicht vertrat Karl-Friedrich Stracke, President Magna Steyr Fahrzeugtechnik. Das Grazer Unternehmen hat sich in den vergangenen Jahren als wichtiger Serviceleister für die Entwicklung der Speichertechnologien für zukünftige Antriebe etabliert.

Ausgehend von den Rahmenbedingungen der CO2-Gesetzgebung erwarte Magna, wie Karl-Friedrich Stracke in seinem Vortrag ausführte, eine zunehmende Diversifizierung der Antriebsformen. Mittelfristig werden alternative Kraftstoffe wie CNG (komprimiertes Erdgas), vor allem aber teilelektrische Hybridantriebe steigende Bedeutung gewinnen. Reine Elektrofahrzeuge werden ihre Nischen erobern und durch Brennstoffzellen langstreckentauglich werden. Mit einem Einsatz größerer Flotten von Brennstoffzellenfahrzeugen rechnet Magna in cirka zehn Jahren.

Eine wesentliche Voraussetzung für den Erfolg aller alternativen Antriebstechnologien sind effiziente und kostengünstige Energiespeicher, dies treffe auf alle drei Speichertypen zu, auf Batterien, CNG-Tanks und Wasserstoff-Hochdruckspeicher.

Verbesserungen bei Funktionalität, Gewicht und Preis seien erforderlich. Magna, so Karl-Friedrich Stracke, besitze umfassende Erfahrung auf dem Gebiet der Speichertechnologien und biete sich Herstellern als strategischer Entwicklungspartner an.

Continental: 48 Volt Eco Drive - mehr Spannung, weniger Verbrauch

Der zur Schaeffler AG gehörende Autozulieferer Continental präsentierte mit dem 48-Volt-Eco Drive einen integrierten Ansatz mehrerer Partnerunternehmen zur ganzheitlichen Effizienzsteigerung des Antriebsstranges. Durch die Systemintegration eines hubraumreduzierten Verbrennungsmotors mit dem 48V Eco Drive habe sich ein "1+1=3"-Effekt ergeben, der Mehrwert des Gesamtsystems sei größer als die Summe seiner Einzelmaßnahmen, so Vortragender Dr. Detlev Schöppe, Head of Engineering bei Continental Automotive. Als Basisantrieb eines Versuchsfahrzeugs dient der neue Ford Fox Motor aus dem Ford Focus, ein 1.0 l Dreizylinder-Ottomotor mit Turboaufladung, dessen Verbrennungseffizienz von Continental weiter optimiert worden ist. Ergänzt wird der Antriebstrang um eine milde Hybridisierung, das 48V Eco Drive System. Dieses besteht aus dem Riemenstartergenerator, der 48-Volt-Litium-Ionen Batterie und einem DCDC-Konverter, der das 12-Volt-Bordnetz mit Strom versorgt, da die konventionelle Lichtmaschine ersetzt wurde. Durch das 48-Volt-Spannungsniveau können wesentlich höhere elektrische Leistungen verarbeitet werden (z.B. bei Bremsrekuperation) als bei dem konventionellen Bordnetz mit 12 Volt. Das Ergebnis: Minus 17 Prozent CO2-Emission auf 95 g/km.

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