FPÖ-Belakowitsch-Jenewein: Rückholaktion wegen Verunreinigung mit Pflanzenschutzmitteln

"Belasteter Tee ein Indiz mehr für ungenügende Kontrollen."

Wien (OTS) - "Wieder einmal gibt es eine Rückholaktion einer Supermarktkette, die breite Aufmerksamkeit erregen sollte", berichtet die freiheitliche Gesundheitssprecherin NAbg. Dr. Dagmar Belakowitsch-Jenewein. "Diesmal sind diverse Teesorten betroffen. Der Grund für die Rückholung sind aber nicht, wie schon gewohnt, Bakterien oder andere biologische Verunreinigungen, sondern Pflanzenschutzmittel." Die freiheitliche Gesundheitssprecherin kündigt eine entsprechende Anfrage an den SPÖ-Gesundheitsminister Alois Stöger an, in der sie eine genaue Aufschlüsselung der Zahl und Art der chemischen Stoffe einfordert, die ausschlaggebend für die Beanstandungen waren.

"Es wird zu beachten sein", so Belakowitsch-Jenewein, "ob auch Rückstände von in der EU nicht zugelassenen Pflanzenschutzmitteln vorhanden sind und wie massiv geltende Grenzwerte bei etwaig zugelassenen Agrospritzmitteln überschritten wurden. Danach wird zu bewerten sein, wie dringlich Verbote toxischer Agrochemikalien zu fordern sind und wie umfangreich Kontrollen zu erweitern sind, um die viel propagierte Lebensmittelsicherheit auch in der Realität ankommen zu lassen."

"Während die Interessensverbände der Industrie immer wieder beteuern wie ungefährlich ihre Produkte seien, zeigen einschlägige Untersuchungen allzu oft, dass gegenüber solchen rhetorischen Beruhigungspillen größte Skepsis geboten ist", betont Belakowitsch-Jenewein. Bislang habe sich die EU aber lediglich zu einem vorübergehenden Verbot bestimmter bienengefährlicher Neonikotinoide durchringen können. "Das wird langfristig zu wenig sein, um den Erwartungen der Europäer gerecht zu werden. Brüssel wäre gut beraten", so Belakowitsch-Jenewein, "wenn man, statt ein unsere Standards weiter aufweichendes Freihandelsabkommen mit den USA zum Primärziel zu erklären, endlich dafür Sorge trägt, die vorhandenen und offenbar ungenügenden Kontrollmechanismen den Notwendigkeiten anzupassen. Denn auch im Bereich verunreinigter bis gesundheitsgefährdender Nahrungsmittel deutet vieles auf eine hohe Dunkelziffer hin. Gesundheitsminister Stöger muss sich auf europäischer Ebene entsprechend einbringen, bevor man uns - wieder einmal - vor vollendete Tatsachen stellt."

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