"Eco": Besser als jede Lohnerhöhung: Studieren neben dem Job

Am 8. Mai um 22.30 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Angelika Ahrens präsentiert das ORF-Wirtschaftsmagazin am Donnerstag, dem 8. Mai 2014, um 22.30 Uhr in ORF 2 mit folgenden Beiträgen:

Neues Budgetproblem: Zu wenige Jobs für Ältere

Aus einer angekündigten "Trendwende" könnte schon demnächst ein neues Budgetproblem werden. Die Politik will die explodierenden Milliardenzuschüsse zu den Pensionsversicherungen in den Griff bekommen. Konkret soll das faktische Pensionsantrittsalter mit einer Reihe von Maßnahmen von jetzt 58,4 Jahren bis 2018 auf 60 Jahre steigen. Zum Beispiel soll ein Bonus-Malus-System Unternehmen belohnen, die viele ältere Mitarbeiter/innen beschäftigen, und Unternehmen bestrafen, die weniger Ältere haben. Auch wird der Zugang zur Invaliditätspension erschwert, der Fokus soll auf Rehabilitation und Prävention liegen. Doch Experten schlagen Alarm. Die Jobs für ältere Arbeitnehmer/innen sind in Österreich nicht in Sicht. Und bei den Konzepten, die Menschen länger in Arbeit halten sollen, sind die Erfolge nicht garantiert. Offenkundig ist hingegen ein Negativrekord:
Derzeit sind nur 43 Prozent der Österreicher zwischen 55 und 65 Jahren im Erwerbsleben.

Protest gegen Ostkonkurrenz: Baugewerbe verliert Aufträge und Arbeitsplätze

Es ist ein Notruf des österreichischen Baugewerbes: Immer öfter müssen Klein- und Mittelbetriebe im Bauneben- und Bauhilfsgewerbe resignieren. Sie sind dem Preisdruck der Mitbewerber aus Ungarn, Tschechien und der Slowakei nicht gewachsen. Während im Hochsteuerland Österreich eine Arbeitsstunde mit rund 30 Euro kalkuliert werden muss, rechnen Firmen aus den Nachbarländern -völlig legal - mit Stundensätzen von zehn bis zwölf Euro. Besonders ärgert es die Betroffenen, dass selbst staatsnahe Betriebe wie ÖBB, ASFINAG oder auch gemeinnützige Wohnbauträger das Steuergeld für ihre Projekte allzu oft nach dem Billigst- und nicht nach dem Bestbieterprinzip ausgeben. Das bringe nicht nur Probleme mit der Gewährleistung mit sich, sondern koste auch Jobs. Von den aktuell 390.000 Arbeitssuchenden sind fast 80.000 bei Baufirmen beschäftigt. Ein Ausweg aus dem Dilemma mit dem Lohndumping wäre es, gäbe man der Qualität den Vorrang vor dem Preis. Eine "Eco"-Reportage von Günther Kogler, die zeigt, wie Österreich tatenlos zusieht, wie der eigene Gewerbestandort beschädigt wird.

Besser als jede Lohnerhöhung: Studieren neben dem Job

Ob ein Fernstudium, ein MBA-Programm oder der Abschluss einer liegen gebliebenen Berufsausbildung: Mehr als 300 berufsbegleitende Studiengänge werden mittlerweile allein in Österreich angeboten -Tendenz steigend. Die meisten Berufstätigen, die es noch einmal wissen wollen, sind bis Mitte dreißig Jahre alt, doch immer häufiger holen auch ältere Arbeitnehmer/innen eine Ausbildung nach. Und das macht sich bezahlt durch bessere Karrierechancen oder einen höheren Gehalt. "Eco" zeigt anhand von drei "Spätberufenen", was das Lernen kostet, was es bringt und welche Förderungen es dafür gibt. Ein Bericht von Bettina Fink.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar.

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