Christian Ragger fordert Anerkennung für Freiwilligenarbeit

Bedeutung des Ehrenamtes hervorheben - Sozialministerium ist gefordert Maßnahmen zu ergreifen

Klagenfurt (OTS) - Gegen ein Dutzend Feuerwehrmänner in der Gemeinde St. Urban wurden Verfahren der Finanzpolizei und der Gebietskrankenkasse eingeleitet, weil sie einer illegal ausgeübten Tätigkeit verdächtigt werden. In Wahrheit haben sie unentgeltlich bei der Errichtung eines Mehrzweckhauses geholfen, das die Gemeinde ohne ein solches Engagement von Freiwilligen kaum finanzieren hätte können. "Statt Anerkennung für diese Freiwilligenarbeit im Sinne der dörflichen Gemeinschaft zu erhalten, müssen die Betroffenen die Unannehmlichkeit behördlicher Ermittlungen auf sich nehmen und sogar Strafen befürchten", betont der freiheitliche Landesrat Mag. Christian Ragger, dessen diesbezügliche Resolution gestern einstimmig vom Regierungskollegium verabschiedet wurde.

Das Sozialministerium wurde aufgefordert, durch geeignete Maßnahmen sicherzustellen, dass ehrenamtliche Helfer, die sich im Sinne des Freiwilligengesetzes unentgeltlich mit dem Zweck der Förderung der Allgemeinheit oder aus vorwiegend sozialen Motiven engagieren, nicht mehr wegen "Schwarzarbeit" von Finanzpolizei und Sozialversicherung verfolgt werden.

Über den Fall in St. Urban bereits in mehreren Medien berichtet und es besteht die Gefahr, dass er eine negative Wirkung entfaltet. Andere Personen könnten aufgrund des abschreckenden Beispiels davon abgehalten werden, sich freiwillig in den Dienst einer guten Sache zu stellen. "Mehrere Projekte, vor allem im Sozialbereich, die ohne Freiwilligenarbeit nicht funktionieren könnten, wären damit gefährdet", merkt Ragger an. Erst 2012 wurde das Jahr der Freiwilligkeit ausgerufen und dabei wurde die Bedeutung des Ehrenamtes hervorgehoben. "Zwischen dieser Theorie und der Wirklichkeit, wie sie sich in St. Urban zeigt, tritt eine enorme Kluft zutage. Es gibt offenbar auch einen argen Widerspruch beim Vollzug der Sozialversicherungsgesetze und des Freiwilligengesetzes", so Ragger abschließend.

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