Philippinen: Noch immer zwei Millionen Menschen ohne schützende Unterkunft

Wien (OTS) - Vor sechs Monaten fegte Wirbelsturm Haiyan über Teile der Philippinen hinweg und hinterließ eine Spur der Verwüstung. Rund 6.000 Menschen starben, vier Millionen mussten in Notunterkünfte flüchten. Nach wie vor leben zwei Millionen Menschen ohne dauerhafte, stabile Unterbringung - und sind damit schutzlos den nächsten Wirbelstürmen ausgeliefert.

"Sechs Monate später kämpfen viele Überlebende des Taifuns immer noch jeden Tag, um genug zum Leben zu haben", sagt Andrea Wagner-Hager, Geschäftsführerin von CARE Österreich. "Es gibt weniger Arbeit als vor Haiyan, viele Menschen arbeiten nun als Tagelöhner auf den Feldern."

CARE konnte seit Beginn der Nothilfe mehr als 300.000 Menschen mit Nahrung, Unterkünften und Hilfe für den Wiederaufbau unterstützen. Aber Hilfsgüter alleine sind nur der Anfang: "Auch wenn die Menschen auf den Philippinen außergewöhnlich viel aushalten, reichen Nägel und Holz, Ziegel und Mörtel alleine nicht, um die Zukunft zu sichern", so Wagner-Hager. "Die Menschen wollen schnell wieder auf eigenen Beinen stehen und selbständig ihr Einkommen verdienen - auch in drei, sechs oder zwölf Monaten. Deshalb unterstützen wir ihre eigenen Ideen und Initiativen."

Der Wiederaufbau konzentriert sich nun auf die Verteilung von Baumaterialien, Trainings für sicheres Bauen sowie der Bereitstellung von Bargeld in Cash-for-Work-Programmen und als Startkapital für einkommensschaffende Maßnahmen: Da man mit Getreideanbau erst nach einigen Monaten Gewinn erzielen kann, eröffnen viele Überlebende kleine Geschäfte wie Lebensmittelläden oder Webereien, um Geld zu verdienen und so ihre Familien zu ernähren. Die Hilfe von CARE fokussiert sich darauf, diesen Menschen bei ihren Unternehmungen zu unterstützen.

Mehr als 16 Millionen Menschen sind von den Folgen der Zerstörung betroffen. Der "Super-Taifun", der mit Windstärken bis zu 275 km/h der stärkste je gemessene Sturm war, hat zudem einen geschätzten Schaden von 483 Millionen Euro verursacht: Ernten, Vieh, Fischerboote und Straßen wurden zerstört. Der Wiederaufbau wird noch viele Jahre dauern.

Fotos:
https://www.flickr.com/photos/careoesterreich/sets/72157644446964474/
Video: https://www.youtube.com/watch?v=jPr_pcNB8Fo

Spendenaufruf: Bitte unterstützen Sie den Wiederaufbau auf den Philippinen!

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Rückfragen & Kontakt:

Katharina Katzer
CARE Österreich
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katharina.katzer@care.at

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