Nationalrat - Wimmer: Dramatische Lohnsteuerentwicklung erfordert rasche Steuerreform

ArbeitnehmerInnen entlasten - solidarische Finanzierung durch Vermögende

Wien (OTS/SK) - "Ein Drittel des Gesamtbudgets wird von den ArbeitnehmerInnen in Form der Lohnsteuer eingehoben, die heuer erstmals auch die Mehrwertsteuer übersteigen wird", erklärte SPÖ-Industriesprecher Rainer Wimmer in der heutigen Budgetdebatte im Nationalrat. "Jeder und jede erkennt bereits am Lohnzettel, dass die kalte Progression, die in den Lohnverhandlungen erreichten Reallohnerhöhungen fast zur Gänze wieder aushebelt", so Wimmer. ****

Erfreut zeigt sich Wimmer daher über die von der Regierung angekündigte Steuerstrukturreformgruppe, hegt allerdings zeitliche Bedenken: "Die ArbeitnehmerInnen werden nicht auf den Sankt-Nimmerleinstag warten - dann ist es zu spät." Um die "dramatische Lohnsteuerentwicklung" zu bremsen, unterstützt Wimmer den Vorschlag des Bundeskanzlers, die ArbeitnehmerInnen zu entlasten und einen solidarischen Beitrag von den Vermögenden einzufordern.

Erfreulich ist für den SPÖ-Industriesprecher, dass "die österreichische Industrie und ihre MitarbeiterInnen weltweit erfolgreich" sind. "Eine außergewöhnliche Produktivität und eine hohe Wertschöpfung sind der Grund für das Rekordniveau der Exporte", erklärte Wimmer. Dabei betonte er die hohe Flexibilität der ArbeitnehmerInnen, die "über 270 Millionen Überstunden geleistet haben". Undenkbar ist für ihn daher die oftmals als Flexibilisierung getarnte Streichung von Überstundenzuschlägen. (Schluss) sc/rb

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