Nationalrat - Weninger: Kein Widerspruch zwischen offensiver Wirtschaftspolitik und ambitionierter Klimapolitik

Wien (OTS/SK) - Das aktuelle Regierungsprogramm beschäftigt sich unter anderem mit der Erhaltung der hohen Lebens- und Umweltqualität in Österreich. "Einige Beispiele sind die Abfallwirtschaft, Trinkwasserversorgung, Naturschutz und die Reduktion von Lärm und Schadstoffen", betont der SPÖ-Abgeordnete und Umweltsprecher Hannes Weninger am Mittwoch im Nationalrat. Es sei allerdings wichtig, dass auch die Wirtschaft und Industrie eine ambitionierte Umwelt- und Klimapolitik verstärkt als Chance wahrnehme. ****

Österreich investiert zukünftig 130 Millionen Euro jährlich in Klima-und Energieprojekte. Davon werden je 65 Millionen Euro von Umweltministerium und Verkehrsministerium zur Verfügung gestellt. "Wir fördern jährlich mehrere tausende Projekte im Bereich der Forschung und Entwicklung, Mobilität, Marktchancen und Bewusstseinsbildung in klimarelevanten Angelegenheiten. Ein aktuelles Beispiel einer Initiative des Verkehrsministeriums ist die Umstellung der städtischen Taxiflotten auf Elektroautos", so Weninger.

Ebenfalls internationale Anerkennung bekomme die österreichische Forschung und Entwicklung im Umweltbereich. So wurde die TU Graz erst kürzlich für das Projekt "LISI Haus" in Kalifornien mit dem 1. Platz ausgezeichnet. "Dies war das erste Mal überhaupt, dass ein nicht-amerikanisches Projekt für nachhaltige Forschung und Entwicklung in den USA ausgezeichnet wurde", so Weninger.

"Die österreichische Wirtschaft und Industrie muss eine ambitionierte Klimapolitik auch als Wirtschaftschance sehen", fordert Weninger. Die Förderung der Wärmedämmung sei hierbei ein gutes Beispiel. "Damit schaffen wir nicht nur Einsparungen im CO2-Ausstoß sondern auch regionale Arbeitsplätze und eine Stärkung der Wirtschaft", betont Weninger. "Die österreichische Wirtschaft darf diesbezüglich nicht in eine Dumping-Spirale geraten. Das würde Einsparungen im Bereich der Co2 Maßnahmen, weiterfolgend beim Personal und vielleicht sogar im Bereich der Sozialleistungen zur Folge haben", so Weninger. (Schluss) mo/jr

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