Herbert-Tumpel-Ehrenpreis für WU-Professor Harald Eberhard

Arbeit über "nichtterritoriale Selbstverwaltung" von beruflichen Vertretungen, Sozialversicherungen bis hin zur Jägerschaft

Wien (OTS) - Im Rahmen der Preisverleihung der Theodor Körner Preise in der Universität Wien wurde heute Univ. Prof. Dr. Harald Eberhard für seine Arbeit "Nichtterritoriale Selbstverwaltung. Verfassungsrechtliche Parameter autonomer Verwaltung" mit dem Herbert-Tumpel-Ehrenpreis ausgezeichnet. Der Herbert-Tumpel-Ehrenpreis wurde 2013 von der Bundesarbeitskammer und dem Österreichischen Gewerkschaftsbund aus Anlass des Ausscheiden von Mag. Herbert Tumpel als AK Präsident gestiftet. Der Preis wurde mit jährlich 7.000 Euro dotiert.

Zu Ehren ihres langjährigen Präsidenten beschloss der Vorstand der Bundesarbeitskammer (BAK) im März 2013, im Rahmen des Theodor Körner Fonds einen Herbert-Tumpel-Ehrenpreis für besondere politik-, rechts-oder wirtschaftswissenschaftliche Arbeiten zu schaffen. Eine herausragende wissenschaftliche Leistung in einem dieser Bereiche wird mit jährlich 7.000 Euro prämiert.

Aus einem Dreier-Vorschlag des wissenschaftlichen Beirates des Theodor Körner Fonds unter dem Vorsitz des renommierten Zeithistorikers Oliver Rathkolb entschied sich Herbert Tumpel für die Arbeit von Dr. Harald Eberhard, Professor an der Wirtschaftsuniversität Wien, über "Nichtterritoriale Selbstverwaltung. Verfassungsrechtliche Parameter autonomer Verwaltung". Die Preisübergabe fand im Rahmen der Vergabe der Theodor-Körner-Preise in der Universität Wien statt. Die Laudatio über den Preisträger und seine Arbeit hielt emer. Univ. Prof. Dr. Theo Öhlinger.

Die Arbeit analysiert die Dogmatik, also die vorhandene Rechtslehre der nichtterritorialen Selbstverwaltung in Österreich und führt sie auf den aktuellen Stand. Dieses bedeutsame Gebiet der Verwaltungsorganisation reicht von den gesetzlichen beruflichen Vertretungen über die Sozialversicherungsträger bis zu den Jägerschaften. Nach einer umfassenden begrifflichen und systematischen Aufarbeitung sowie einer historischen Darstellung werden aufbauend auf den verfassungsrechtlichen Grundprinzipien der Demokratie und des Rechtsstaates die Kernfragen der - seit 2008 explizit im Kerntext der Bundesverfassung (Art 120a bis 120c B VG) verankerten - nichtterritorialen Selbstverwaltung erörtert.

Im Zentrum stehen dabei die Elemente der demokratischen Legitimation. Es werden zudem die einzelnen Parameter der Selbstverwaltungsautonomie wie die Finanzautonomie oder die Frage des autonomen Satzungsrechts behandelt. Nicht außer Betracht gelassen werden auch die europarechtlichen Fragestellungen der nichtterritorialen Selbstverwaltung. Die Arbeit berücksichtigt darüber hinaus bereits die Auswirkungen der mit 2014 wirksam gewordenen Reform der Verwaltungsgerichtsbarkeit auf die nichtterritoriale Selbstverwaltung.

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