Kleinwasserkraft Österreich: Ausstieg aus der Kohleverstromung

Kleinwasserkraftausbau und Revitalisierung leistet einen Beitrag zum Kohleausstieg

Wien (OTS) - Die Studie "Auswirkungen der Kohleverbrennung in Österreich" von Global 2000 bestätigt die umwelt-, klima,- und gesundheitspolitischen Gründe zum kompletten Ausstieg aus der Kohleverstromung. Obwohl die Kohleverstromung in Österreich nur 4,3 Terrawattstunden pro Jahr liefert, trägt sie erheblich zum Schaden von Mensch und Natur in Österreich bei. "Die 6 Terrawattstunden der Kleinwasserkraft in Österreich entlasten das Klima, halten die Luft sauber und sind zu 100% heimische Ökoenergie", betont Christoph Wagner den Unterschied zu schmutzigen und gefährlichen Kohleenergie mit hohem Importanteil des Rohstoffes. Mit den möglichen zusätzlichen 2 TWh aus dem Ausbau der Kleinwasserkraft in Österreich könnten die letzten großen Kraftwerksblöcke bei Dürnrohr, Mellach und Riedersbach zum Teil ersetzt werden.

Österreich sollte weit stärker als bisher die Zukunftsenergie Kleinwasserkraft für die Verzerrungen am europäischen Strommarkt finanziell entschädigen. "Solange ein extrem niedriger CO2-Preis die Kohlekraftwerke subventioniert, muss zum Ausgleich die Klimaschutzkomponente in den Einspeisetarifen auch bei bestehenden Kleinwasserkraftwerken enthalten sein. Bei dem, von Verbund CEO Anzengruber und der EU-Kommissarin Hedegaard aus Klimaschutzgründen geforderten, Preis von 30 Euro/t CO2, und dem derzeitigen Preis im EU-Emissionshandel von 5 Euro/t CO2, wird der Kohlestrom mit 25 Euro/t CO2 gefördert.

Das sind bei 3,6 Mio t CO2 aus der Kohleverstromung in Österreich rund 90 Mio Euro jährlich an Subventionen für die Belastung des Klimas, für den Feinstaub in Österreichs Kinderlungen und für das Quecksilber in den Fischen in unseren Flüssen. "Umgerechnet für die Einspeisetarife würde das ca. 2 Cent/kWh zusätzlich über dem "Marktpreis" nur für den Klimaschutzbeitrag bedeuten. Damit könnte die in Österreich massiv gefährdete Kleinwasserkraft schon eher überleben und Kohlestrom verdrängen", fordert Wagner endlich politische Schritte für eine saubere Stromzukunft von Österreichs Bundesregierung.

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