Karmasin: "Kinderlärm ist Zukunftsmusik"

Familienministerin anlässlich des "Internationalen Tages gegen Lärm"

Wien (OTS) - Familienministerin Sophie Karmasin hat ein klares Ziel formuliert: Österreich soll 2015 das familienfreundlichste Land Europas sein. Dazu müsse eine "Familienbewegung" durch das Land gehen. Und dazu gehöre die Verbesserung der Rahmenbedingungen für Familien - wie die Ausbauoffensive der Kinderbetreuung oder die Erhöhung der Familienbeihilfe - genauso wie ein familienfreundliches Klima, das aus der Mitte der Bevölkerung kommen muss. Ein Teil dessen ist, dass wir Kinder in der Öffentlichkeit positiver wahrnehmen müssen. Sei es wenn ein Elternteil in ein öffentliches Verkehrsmittel einsteigt oder auch wenn Kinder in der Wohnung spielen und dabei Lärm verursachen.

"Kinderlärm ist Zukunftsmusik. Das muss sich auch in den Gesetzen wiederspiegeln", plädiert die Familienministerin für diesbezügliche Berücksichtigung in den Landessicherheits- und den Landesbaugesetzen. Besonders stört die Familienministerin, wenn Eltern für Kinderlärm bestraft werden, wie es etwa in Wien und in Kärnten vor kurzem der Fall war. Weil eine 2-Jährige in einer Wohnung gelaufen ist, beschwerte sich in Wien ein Nachbar über zu "lautes Getrampel". Daraufhin bekam die Familie des Mädchens eine Geldstrafe wegen Ruhestörung. In Kärnten schritten die Ordnungshüter in einer Wohnanlage gegen ein "tempelhüpfendes" Kind ein.

"Ich halte diese Vorgehensweise für genau das falsche Zeichen", ärgert sich Karmasin und weiter: "Kinder sollen sich bewegen können, laufen, auch mal laut sein dürfen - das ist Ausdruck kindlicher Entfaltung. Wenn Kinderlärm bestraft wird und von Menschen als nicht zumutbar wahrgenommen wird, empfinde ich das als Armutszeugnis für unsere Gesellschaft".

Erfreulich in diesem Zusammenhang ist für Karmasin, dass in zwei Landesbauordnungen (Oberösterreich und Steiermark) bei Bau eines Kindergartens der mögliche Lärm keine klagbare Emission mehr darstellt. "Für mich haben diese beiden Länder Vorbildfunktion, die in ganz Österreich übernommen werden sollte", so Karmasin abschließend.

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