NEOS: Wissenschaftsbudget ist zukunftsarm

Niki Scherak: "Ohne Studienplatzfinanzierung und ohne zusätzliche finanzielle Mittel fahren wir die Unis an die Wand"

Wien (OTS) - NEOS-Wissenschaftssprecher Niki Scherak kritisiert das gestern veröffentlichte Wissenschaftsbudget von Minister Mitterlehner heftig. Kürzungen in Höhe von 42,2 Millionen Euro bzw. 25,3 Millionen Euro in 2014 und 2015 seien zukunftsarm und mutlos. Mit einer ähnlichen Situation sehen sich Fachhochschulen konfrontiert, für deren Ausbau der Studienplätze statt der geplanten 62 Millionen nur noch 56 Millionen Euro zur Verfügung stehen.

"Ohne Studienplatzfinanzierung und ohne zusätzliche finanzielle Mittel fahren wir die Unis an die Wand", betont Scherak. Gerade die Einsparungen bei den Universitäten stuft Scherak als besonders bedenklich ein. "Die Inflationsanpassung für die Hochschulen fällt aus, und die bereits 2013 beschlossene kapazitätsorientierte Studienplatzfinanzierung wird abermals aufgeschoben. Dies stellt ein fatales Signal für die ohnehin prekären Betreuungsverhältnisse auf österreichischen Universitäten dar", so Scherak. Und weiter: "Die momentane Situation der wesentlich zu kurz bemessenen Globalbudgets führt dazu, dass Universitäten dazu gedrängt werden, studierendenfeindliche Umfelder zu schaffen, um so durch möglichst viele Abgänge Kapazitäten freizuschaufeln. Dies kann nicht im Interesse des Wissenschaftsstandort Österreich liegen."

Weiters fallen die Förderungen zur Grundlagenforschung zu kurz aus, so Scherak. Die Summe für die Grundlagenforschung sei allerhöchstens ein Tropfen auf den heißen Stein. Für den Wissenschaftsfonds FWF und Österreichische Akademie der Wissenschaften bedeutet das: Zu wenig zum Leben, zu viel zum Sterben. "Es muss in unserem Interesse sein, für unsere wissenschaftliche Exzellenz international anerkannt zu werden. So wird aber der Brain Drain weitergehen. Dazu fällt mir eigentlich nur noch eines ein: Gute Nacht Wissenschafts- und Forschungsstandort Österreich", schließt Scherak.

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