Schatz zum 1. Mai: Mindestanrechnung von Karenzzeiten bei Lohnvorrückungen

Grüne wollen Einkommensschere effektiv bekämpfen

Wien (OTS) - "Die Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern sind in Österreich - im europäischen Vergleich - skandalös groß. Sozialdemokratische Regierungspolitik änderte daran in den vergangenen Jahren kaum was. Ein Grund für diese massive Benachteiligung von Frauen ist die Tatsache, dass in fast allen Kollektivverträgen Zeiten der Elternkarenz nicht oder nicht ausreichend als Vordienstzeiten angerechnet werden. Das betrifft zu 90 Prozent Frauen und muss schleunigst geändert werden", fordert Birgit Schatz, ArbeitnehmerInnensprecherin der Grünen, anlässlich des Tages der Arbeit.

Derzeit sind die Regelungen dazu sehr unterschiedlich. "Wir Grüne fordern, dass pro Kind mindestens eine tatsächlich in Anspruch genommene Elternkarenz von einem Jahr als Vordienstzeiten bzw. bei Lohneinstufungen berücksichtigt werden muss. Sieht ein Kollektivvertrag eine bessere Anrechnung vor, bleibt das davon unbeeinflusst", erläutert Schatz. Sie hat am Mittwoch im Nationalrat einen entsprechenden Entschließungsantrag eingebracht. "Ich hoffe, dass Minister Hundstorfer, Sozialdemokraten und Gewerkschaften den Vorschlag konstruktiv diskutieren. Es genügt nicht, am 1. Mai jedes Jahr die Errungenschaften der Vergangenheit zu feiern und die aktuellen Probleme nicht anzugehen. Es wird Zeit, dass Frauen in Österreich gerecht entlohnt werden", meint Schatz.

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