GBH-Huss: Gemeinnützige garantieren leistbares Wohnen!

reistreiber sind die Grundstücksspekulationen

Salzburg (OTS/ÖGB) - Wohnen ist in Salzburg für viele - gerade junge - Menschen nicht mehr leistbar. Die Gemeinnützigen Bauträger mit ihren geförderten Sozialbauten sind die einzigen, die seit vielen Jahren auch in Salzburg noch leistbares Wohnen garantieren. Umso verwunderlicher ist es, dass Wohnbaulandesrat Hans Mayr nun gerade bei den Gemeinnützigen ansetzen will, um Baukosten zu senken.++++

Andreas Huss, Leitender Sekretär und Umweltsprecher der Gewerkschaft Bau-Holz (GBH): "Sozialbauten werden nicht billiger, wenn private Bauträger sie errichten - im Gegenteil. Die Privaten sind an diesen Bauten nicht interessiert, weil sie nicht lukrativ sind. Seitdem private Bauträger im geförderten Eigentumswohnbau tätig sind, sind die Preise geradezu explosionsartig gestiegen. Würden wir den sozialen Wohnbau dem Markt überlassen, würden wir schnell ein totales Marktversagen feststellen. Die Preistreiber im Wohnbau, die Sie bekämpfen müssen, liegen anderswo!"

Die hohen Baupreise in Salzburg resultieren gerade auch aus einem preissteigernden Wettbewerb um die Grundstücke. Huss: "Hier ist eine vorausschauende Raumordnungspolitik gefragt, diesen Wettbewerb einzudämmen - zum Beispiel mit einer Widmungskategorie für den geförderten Wohnbau oder Nachverdichtungsmaßnahmen."
Natürlich kann auch bei den Bauvorschriften - gerade bei der geforderten Zahl an Stellplätzen - sinnvoll gespart werden.

Wichtig ist aber, dass Salzburg den Fokus nicht darauf setzt, nur billig zu bauen. Huss: "Die Wertschöpfung aus den Bauvorhaben muss in Österreich bleiben. Die Vorgabe, regionale Kleinbetriebe nicht auszuschließen, muss erhalten bleiben, und wir müssen noch einen Schritt weitergehen: In den Ausschreibungsrichtlinien muss endlich das Best- statt dem Billigstbieterprinzip gelten! Die Gemeinnützigen Bauvereinigungen arbeiten gemeinsam mit der GBH gerade an den Grundlagen für ein solches Bestbieterprinzip. Es kann nicht sein, dass die öffentliche Hand mit Billigstvergaben weiterhin dubiose Subfirmen und deren Lohndumping unterstützt. Das Bestbieterprinzip bringt Wertschöpfung, zusätzliche Steuereinnahmen und Tausende Arbeitsplätze in Österreich und in der Region, und es spart oft enorme Kosten für Nach- und Reparaturarbeiten. Wo wie in der Wohnbauförderung Steuermittel investiert werden, muss österreichische Wertschöpfung drinnen sein."

Huss appelliert abschließend: "Zu einer vernünftigen, zukunftsorientierten Wohnbaupolitik, die leistbares Wohnen garantiert, gehört auch eine starke Wohnbauförderung und ein sinnvoller Einsatz der Wohnbauanleihen. Ein Verkauf, wie ihn die Salzburger Landesregierung andenkt, birgt ein enormes Zinsrisiko, das letztendlich auf die Mieter übertragen wird, und rund 300 Mio. Euro, die an die Banken 'verschenkt' würden. Wenn dieses Geld statt in den Wohnbau in den Schuldenabbau investiert wird, bedeutet das, dass es noch weniger Wohnbau geben wird. Die Grundidee eines revolvierenden -sich selbst finanzierenden - Systems wird damit ein für alle Mal begraben. Dies nur, um kurzfristige Begehrlichkeiten erfüllen zu können. Wohnen in Salzburg wird sich dann kaum mehr jemand leisten können und die regionale Wirtschaft würde massiv geschädigt. Das kann nicht im Interesse der Salzburger Landesregierung sein!"

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Gewerkschaft Bau-Holz
Andreas Huss, MBA
Tel. 0664/614 55 34, E-Mail: andreas.huss@gbh.at
www.bau-holz.at

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