Internationaler Tag der Führhunde

Der Blinden- und Sehbehindertenverband wiederholt Forderungen

Wien (OTS) - Der Blinden- und Sehbehindertenverband Österreich nimmt sich den heutigen Internationalen Tag der Führhunde zum Anlass, seine Forderungen nach uneingeschränktem Zugang für Blindenführhunde sowie nach Ausfinanzierung ihrer Anschaffung mit Nachdruck zu wiederholen.

Uneingeschränkter Zugang von Führhunden

Die derzeitige gesetzliche Lage sieht nicht vor, dass den Besitzern von Blindenführhunden deren Mitnahme gestattet werden muss, was für die Betroffenen immer wieder zu Problemen führt. Der BSVÖ setzt sich daher schon seit Jahren für die gesetzliche Regelung eines uneingeschränkten Zugangs für Blindenführhunde zu allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens, sofern dies kein unmittelbares Gesundheits- oder Sicherheitsrisiko darstellt, ein. Derartige Regelungen sind in vielen anderen Ländern bereits etabliert.

Rechtsanspruch auf Finanzierung

Ebenso gesetzlich geregelt ist in vielen Ländern, etwa Deutschland oder Schweden, eine 100 prozentige Finanzierung der Neu- und Wiederbeschaffung von Blindenführhunden von staatlicher Seite. In Österreich übernimmt das Bundessozialamt derzeit ca. 60 Prozent der Kosten aus dem Ausgleichstaxfond. Die restlichen Kosten werden von anderen Trägern (PVA, SV) übernommen, wobei dies eine Kann-Bestimmung und keinen Rechtsanspruch darstellt. Das Finanzierungsargument hat hierbei keine Gültigkeit, da jährlich nur etwa 10 Hunde ausgebildet werden. Bei Anschaffungskosten von etwa 30.000,- Euro würden sich die Kosten für den Staat auf gerade einmal 300.000,- Euro belaufen. Ein diesbezüglicher im März eingebrachter Antrag auf Anerkennung von Blindenführhunden als medizinische Rehabilitationsmaßnahme fand im Nationalrat zum Bedauern des BSVÖ kein Gehör.

"Wir fordern den uneingeschränkten Zugang für Blindenführhunde sowie eine unkomplizierte Ausfinanzierung ihrer Anschaffung und fordern dabei gar nicht viel", sagt Dr. Markus Wolf, Präsident des BSVÖ. "Es würde den Staat kaum mehr kosten, aber blinden Menschen würden diese Maßnahmen das leben sehr viel leichter machen".

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Mag. Stefanie Steinbauer, international@blindenverband.at

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