• 28.04.2014, 12:39:21
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Prammer: Erst- und JungwählerInnnen für Demokratie begeistern

EU-Wahl 2014 - Bundesjugendvertretung fordert mehr Information und Partizipation für junge Menschen

Utl.: EU-Wahl 2014 - Bundesjugendvertretung fordert mehr Information
und Partizipation für junge Menschen =

Wien (PK) - "Politische Parteien sind gefordert, auf die Erwartungen
junger Menschen Rücksicht zu nehmen. Denn es ist ihr Europa", sagte
Nationalratspräsidentin Barbara Prammer heute bei einer
Pressekonferenz gemeinsam mit der Vorsitzenden der
Bundesjugendvertretung, Johanna Tradinik, zum Thema EU und
JungwählerInnen. Prammer und Tradinik sprachen sich unisono für eine
Intensivierung der politischen Bildung sowie den Ausbau von
Partizipationsmöglichkeiten für Erst- und JungwählerInnen aus.
Passieren sollte dies ihrer Ansicht nach vermehrt in den Schulen,
besonders gefordert seien jedoch die politischen Parteien.

Tradinik verwies mit Blick auf das aktive Wahlrecht für 16-Jährige
auf die Vorbildfunktion Österreichs innerhalb der EU. Mit dieser
Vorreiterrolle habe Österreich die Möglichkeit, die Senkung des
Wahlalters EU-weit zu forcieren, so Tradinik. Ein Manko sei jedoch,
dass junge Menschen von der Politik besonders bei den EU-Wahlen nicht
genug angesprochen würden. Die geringe Wahlbeteiligung in diesem
Alter sei oft eine bewusste Entscheidung, meinte Tradinik und wertete
diesen Umstand als einen Weckruf für die Politik, auf junge Menschen
näher einzugehen und diese speziell zu adressieren. Eine weitere
Forderung der Bundesjugendvertretung sei es, politische Bildung ab
der 5. Schulstufe für alle jungen Menschen gleichermaßen Möglich zu
machen. Um jungen Menschen die EU näher zu bringen, seien
Information, Partizipationsmöglichkeiten, Dialog sowie das Aufgreifen
konkreter Themen unumgänglich, unterstrich Tradinik weiter.
Infolgedessen habe die Bundesjugendvertretung Anfang April eine
Informationskampagne unter dem Titel junge.stimmen.für.europa
gestartet.

Prammer versicherte ihre Unterstützung für diese Initiative der
Bundesjugendvertretung und bezeichnete Österreich als
demokratiepolitisches Vorbild in Europa, da es das einzige Land ist,
in dem das Wahlrecht bereits mit 16 Jahren eingeräumt wird. Sie
selbst sei immer dafür eingestanden, das Wahlalter zu senken, so die
Nationalratspräsidentin. Allein gelassen dürften die jungen Menschen
jedoch nicht werden, zeigte sich Prammer überzeugt und sprach sich
dafür aus, ihnen Mut zu machen und sie anzuspornen, am demokratischen
Prozess teilzunehmen. Man müsse nicht darüber diskutieren, dass es
die zentrale Aufgabe der Politik sei, zu informieren, unterstrich
Prammer, sah in Sachen Informationsweitergabe aber auch die Medien
gefordert. Zentrale Rolle hat nach Ansicht Prammers auch das
Parlament, im Hinblick auf die bevorstehende EU-Wahl am 25. Mai auch
das Europäische Parlament. Dieses müsse näher an die Staaten
heranrücken, so Prammer.

Die Nationalratspräsidenten verwies überdies auf die
Demokratiewerkstatt des Hohen Hauses, die spezielle Workshops zu
Europa anbietet und auch den Austausch mit Mitgliedern des
Europäischen Parlaments ermöglicht. Besucht haben diese Einrichtung,
die zeitgleich mit der Senkung des Wahlalters ins Leben gerufen
wurde, bisher mehr als 60.000 junge Menschen. (Schluss) keg/nov

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