ÖGfE-Schmidt: Ukraine-Krise - Mehrheit der ÖsterreicherInnen für bilaterale Konfliktbeilegung

55 Prozent für ein neutrales Verhalten der EU und Österreichs - 37 Prozent sehen EU-Mitgliedschaft im aktuellen Konflikt als Vorteil - 17 Prozent als Nachteil - Umfrage

Wien (OTS) - "Eine Mehrheit der ÖsterreicherInnen spricht sich -angesichts der Spannungen zwischen Russland und der Ukraine - dafür aus, dass sich die EU und Österreich neutral verhalten und die beiden Länder ihren Konflikt alleine austragen. Die EU-Mitgliedschaft unseres Landes wird in dieser Situation eher als Vorteil betrachtet", sagt Paul Schmidt, Generalsekretär der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik (ÖGfE), zu den Ergebnissen der aktuellen ÖGfE-Umfrage.

Vor die Frage gestellt, ob die EU und Österreich eher die Ukraine unterstützen oder die Konfliktparteien ihre Differenzen unter sich ausmachen sollten, neigen die ÖsterreicherInnen zu 55 Prozent zu einer bilateralen Konfliktlösung. Ältere Befragte vertreten besonders häufig diese Meinung (66 Prozent). 34 Prozent sprechen sich explizit für eine Unterstützung der Ukraine aus. 11 Prozent gaben keine Stellungnahme ab.

Eine Vergleichsumfrage für Deutschland im ARD-Trend von Anfang März (also in etwa eineinhalb Monate vor der ÖGfE-Befragung) ergab ein gegenteiliges Meinungsbild: Hier sprachen sich 58 Prozent für eine Unterstützung der Ukraine aus, 37 Prozent waren dafür, dass die beiden Nachbarn ihren Konflikt unter sich ausmachen sollten.

Die ÖsterreicherInnen sind tendenziell eher der Ansicht, dass die EU-Mitgliedschaft unseres Landes in dieser Situation ein Vorteil ist (37 Prozent). Fast ebenso viele sehen darin jedoch weder einen Vor-noch einen Nachteil (33 Prozent). Explizit negativ wird die EU-Mitgliedschaft in diesem Kontext von 17 Prozent der Befragten gehalten. 12 Prozent gaben keine Antwort.

"Die Krise in der Ukraine ist für die ÖsterreicherInnen ein sehr sensibles Thema. In der zurzeit äußerst labilen und angespannten Situation plädiert eine Mehrheit - derzeit - für eine neutrale Haltung. Hier wird einmal mehr die "neutrale DNA" der ÖsterreicherInnen spürbar", meint Schmidt abschließend.

Die Umfrage wurde von der Sozialwissenschaftlichen Studiengesellschaft (SWS) im April 2014 im Auftrag der ÖGfE durchgeführt. Befragt wurden österreichweit 558 Personen per Telefon (repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ab 16 Jahre/Gewichtung nach Geschlecht, Alter und Bildung). Maximale Schwankungsbreite ca. +/- 4,2 Prozent. Vergleichsumfrage: ARD Trend, 4.-5. März, 1003 Befragte (Deutschland / Bevölkerung ab 18 Jahre). Fehlende Werte auf 100 Prozent = "weiß nicht/Keine Angabe".

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Paul Schmidt
Österreichische Gesellschaft für Europapolitik
Tel.: (+43-1)533 49 99
E-Mail: paul.schmidt@oegfe.at
www.oegfe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | GEP0002