FPÖ-Jannach: Belustigende Erklärungsversuche von Schweinebörsen-Chef Schlederer zu exotischen Schweinefleisch-Importen

Wien (OTS) - "Seychellen, Bouvet-Insel, Hongkong und Co.: Aus den diesen und anderen exotischen Regionen wurden laut Statistik Austria Schweine nach Österreich importiert. Aber anstatt diese dubiosen Handelsströme im Interesse der Konsumenten und Bauern aufzuklären, flüchtet sich der Chef der Österreichischen Schweinebörse, Hans Schlederer, in billige, fast peinliche, Ausreden", kritisiert der freiheitliche Agrarsprecher NAbg. Harald Jannach.

So behaupte Schlederer im heutigen "Kurier": "Jedes Zwerghängebauchschwein, das sich ein Zoo auf den Seychellen kauft, scheint in der Statistik auf. Genauso wie jeder Schinken, der als Mitbringsel aus dem Urlaub mitgebracht wird." Zudem erkläre Schlederer den Import aus exotischen Ländern mit notwendigen Zuchtschweinen zwecks Verhinderung von Inzucht."Von den Seychellen wurden 2013 nur geschlachtete Schweine im Ausmaß von 22.293 kg importiert. Schlederer soll den österreichischen Zoo nennen, der 2013 geschlachtete Schweine von den Seychellen angekauft hat", fordert Jannach. Schlederer solle "die Bürger nicht für blöd verkaufen und die Statistik genau zu lesen."

Ähnlich verhalte es sich mit den angeblichen Zuchtschweinen. "Es wurden lediglich von der Bouvet-Insel im Jahr 2007 (ca. 200 Stück) und von Hongkong im Jahr 2011 (ca. 300 Stück) Lebend-Schweine nach Österreich gebracht. Aus allen anderen exotischen Herkunftsländern wurde Schweinefleisch geschlachtet geliefert", erklärt Jannach. Er vermutet hinter den Erklärungsversuchen lediglich eine Vertuschungsaktion zum Schutz des undurchsichtigen Handels mit Schweinefleisch.

Auch die Erklärung, dass Touristen am Flughafen soviel Schweinefleisch nach Österreich als Mitbringsel verfrachten, mute lächerlich an. "Überdies ist es so gut wie nicht möglich, Fleischprodukte als Tourist nach Österreich zu bringen", stellt Jannach klar.

Argentinien, Australien, Brasilien, Chile, Dominikanische Republik, Israel, Neuseeland, Seychellen, Südafrika, USA, Bangladesch, Korea, Mauritius, Japan, Uruguay, Ecuador, Kanada, China, Dominica, Indien, Libanon, Uganda und Vietnam: Aus diesen Ländern sei - neben den großen Lieferländern aus Europa - Schweinefleisch in den letzten Jahren nach Österreich geliefert worden."Allein im Jahr 2013 wurden von "exotischen" Ländern 625.764 kg geschlachtetes Schweinefleisch nach Österreich verfrachtet", zitiert Jannach die Zahlen der Statistik Austria. Im Gegenzug sei 2013 aber kein einziges Lebend-Schwein aus den exotischen Ländern importiert worden.

"Die Konsumenten und die österreichischen Schweinebauern haben ein Recht darauf zu erfahren, in welchen Produkten diese Mengen an Schweinefleisch gelandet sind", fordert Jannach endlich Transparenz in diesem dubiosen Schweinefleischmarkt, der derzeit Schweinebauern schädige und Konsumenten täusche.

Jannach verlangt auch Aufklärung über den angeblichen Fehler der Statistik Austria bei den Bouvet-Inseln. Es stelle sich die Frage, ob aus den Zollpapieren, die die Grundlage für die Daten der Statistik liefern, hervorgehe, wo das Schweinefleisch tatsächlich herkomme. Das kleine Beispiel Bouvet-Insel zeige, dass hier möglicherweise systematisch getrickst und die tatsächliche Herkunft verschleiert werde. Das bestätige indirekt auch Schlederer, wenn er erwähne, dass es sein könne, dass diese Tiere von Vorlieferanten stammen könnten und damit in Österreich gar nicht ersichtlich sei, woher das Schweinefleisch tatsächlich komme. "Die Herkunftsfrage ist dringend zu untersuchen und aufzuklären. Der Fleischhandel und die Verarbeitung ist ein mehr als undurchsichtiges Geschäft auch in Österreich", so Jannach.

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