Willi zu ÖBB-Bilanz: Positive Zahlen geben Spielraum für noch besseres ÖBB-Angebot

Grüne: Ministerin Bures bei Rahmenplan, leistbaren Tarifen und LKW-Kostenwahrheit in der Pflicht

Wien (OTS) - "Die ÖBB-Spitze präsentierte heute erfreuliche Zahlen über das Geschäftsjahr 2013. Diese Zahlen sollten rasch in mehr und besseres Angebot für die Fahrgäste und Güterkunden umgemünzt werden. Der Fahrgastzuwachs wird nicht mit einem Weiter wie bisher von BMVIT und ÖBB bis 2019, sondern nur mit einem großen Ärmelaufkrempeln so bewältigt werden können, dass die Kunden weiterhin komfortabel unterwegs sein können", unterstreicht Georg Willi, Verkehrssprecher der Grünen.

"Zu noch mehr KundInnenorientierung gehört auch, dass das BMVIT und Unternehmen bei den verbesserten Zahlen nicht auf die Hausaufgaben vergessen: So ist eine anständige Tarif-Veröffentlichung der ÖBB, wie vom Eisenbahngesetz verlangt, nach wie vor ausständig. Es ist den KundInnen nicht zumutbar, sich auf Basis von über 100.000 Download-Seiten einen Überblick zu verschaffen. Und auch Verkehrsministerin Doris Bures ist dreifach in der Pflicht: Erstens beim bereits überfälligen neuen Rahmenplan, hier müssen wichtige Bauprojekte wie Wien-Marchegg-Bratislava beschleunigt und der winter-und hochwassersichere Ausbau am Pass Lueg in Salzburg endlich angegangen werden. Zweitens bei attraktiven Tarifen - erfolgreiche Modelle wie das 365-Euro-Jahresticket in Wien und Vorarlberg müssen flächendeckend ausgerollt und so auch endlich ein leistbares Österreich-Ticket für alle Öffis umgesetzt werden. Und drittens mit flankierenden Maßnahmen auf der Straße: keine Änderung des LKW-Nacht-Tempolimits, Umsetzung der EU-Wegekostenrichtlinie durch höhere LKW-Maut, flächendeckende LKW-Maut, bessere Arbeitsbedingungen für LKW-Lenker. Nur so können die ambitionierten Bahn-Ziele der Ministerin den Weg vom geduldigen Papier den Weg in die Verkehrsrealität finden. Schließlich will Bundesministerin Bures den Schienenanteil im Güterverkehr markant anheben, real sinkt dieser jedoch trotz vieler Fördermillionen, von der stets betonten Verlagerung auf die Schiene ist also unterm Strich leider zu wenig zu sehen", sagt Willi.

Rückfragen & Kontakt:

Grüner Klub im Parlament
Tel.: +43-1 40110-6697
presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0003