GdG-KMSfB-HG II Müller: "Wertschätzung darf keine Frage des Bundeslandes sein"

5. nationaler Schülerinnen, Schüler und Studierenden Gesundheits- und Krankenpflegekongress

Wien (OTS/ÖGB) - "Soeben ging der "5. nationale Schülerinnen, Schüler und Studierenden Gesundheits- und Krankenpflegekongress" mit über 750 TeilnehmerInnen aus ganz Österreich in der UCI-Kinowelt, Milleniumscity zu Ende.", erklärte heute, Freitag, Tamara Müller, Jugendreferentin der Gesundheits- und Krankenpflegeschulen in der Hauptgruppe II - Krankenanstaltenverbund in der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten - Kunst, Medien, Sport, freie Berufe (GdG-KMSfB).++++

Zwei Tage lang beschäftigten sich die Auszubildenden mit Themen aus dem Berufs- bzw. Schulumfeld professioneller Gesundheits- und Krankenpflege und bildeten dabei zahlreiche neue Netzwerke.

"Die Gesundheits- und Krankenpflege ist 24 Stunden rund um die Uhr bei den PatientInnen und BewohnerInnen. Jeder Genesungserfolg, jede wiedergewonnene Ressource ist ein Meisterstück unserer Berufsgruppe.", so Tamara Müller, Sprecherin der Schülerinnen und Schüler. "Diese jungen Menschen haben sich dem Dienst am Mitmenschen verschrieben und tragen bereits in der Ausbildung wesentlich zum Erhalt des Gesundheitssystems bei."

Gerade die Stadt Wien würde diesen Beitrag wertschätzen und anerkennen. "Seit 1. März 2014 erhalten die Wiener Gesundheits- und KrankenpflegeschülerInnen 10 Prozent mehr Taschengeld. Damit liegen wir österreichweit an der Spitze. Für jede/n bedeutet das zwischen ca. 300,00 und 580,00 Euro mehr im Jahr." Umso verwunderlicher sei es, dass jedes Bundesland unterschiedliche Regelungen habe. "Wir wissen, dass die Taschengeldfestsetzung in den GuK-Schulen Landessache ist. Doch die Spanne reicht von knapp 70,00 Euro im Monat bis fast 400,00. Obwohl alle die gleiche Arbeit leisten und am Ende das gleiche Diplom erhalten. Viele waren vorher berufstätig und müssen nun mit diesem "Einkommen" ihr Auskommen finden. Wertschätzung ihrer Arbeitsleistung kann doch keine Frage des Bundeslandes sein."

Die Schülerinnen und Schüler fragen sich daher geschlossen, warum Wien nicht beispielgebend für Restösterreich sein kann, so Müller. "Wir hören von Pflegenotstand und dem steigenden Bedarf an qualifizierten Fachkräften. Das sollte sich auch in der Entschädigung der Arbeitsleistung in den drei Ausbildungsjahren widerspiegeln. Die Ausbildung erfolgt auf hohem Niveau, der zu erlernende Beruf ist anspruchsvoll und belastend."
Die Schülerinnen und Schüler aller Gesundheits- und Krankenpflegeschulen fordern daher eine Anpassung aller Taschengeldbeträge an das Wiener Niveau. "Wien steht geschlossen hinter den anderen Bundesländern. Wir sind eine Berufsgruppe und wir halten zusammen. In einem ersten Schritt werden wir die Landeshauptleute kontaktieren und unsere Forderung unterbreiten. Sollten wir kein Gehör finden, müssen wir auf unsere Kreativität und unseren Einfallsreichtum zurückgreifen - betriebliche und öffentliche Proteste in unsolidarischen Bundesländern sind kein Problem für uns. Die Wiener Auszubildenden unterstützen ihre Kolleginnen und Kollegen dabei gerne personell.", bekräftigt, die als Jugendreferentin der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten, Kunst, Medien, Sport und freie Berufe, Hauptgruppe II gewählte Krankenschwester Tamara Müller.

Informationen im Internet: www.gdg-kmsfb.at

Rückfragen & Kontakt:

Gewerkschaft der Gemeindebediensteten - Kunst, Medien, Sport und freie Berufe, Hauptgruppe II
Jugendreferentin der Gesundheits- und Krankenpflegeschulen
Tamara Müller
01/40409/70710

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