EEÖ unterstützt PV-Vorschlag des Finanzministers

Neuer Grenzwert für Eigenverbrauchsabgabe praxisgerecht

Wien (OTS) - Der Dachverband der Erneuerbaren Energien Österreichs (EEÖ) begrüßt den "sachlichen" Vorschlag des Finanzministers Michael Spindelegger, die Eigenverbrauchsbesteuerung für PV-Anlagen erst ab 25.000 kWh geltend zu machen. Dies ist im Sinne des Gewerbes, der Haushalte und insbesondere des Klimaschutzes. "Zur Beendigung der entstandenen Unsicherheit sollte seitens der Bundesregierung eine rasche Umsetzung gefunden werden",betont Josef Plank, Präsident des EEÖ.

Amortisationsschwelle ausschlaggebend.

Die neue Grenzsetzung stellt genau die Größenordnung dar, die eine Auslöseschwelle markiert, ob eine entsprechende Investition getätigt wird oder nicht. Bei der Investition in PV-Überschusseinspeiseanlagen ist von Amortisationszeiträumen von 15 bis 20 Jahren auszugehen. Wird der Eigenverbrauch bei diesen Anlagen ebenfalls der Elektrizitätsabgabe unterworfen, verlängern sich diese Zeiten entsprechend, und es wird in vielen Fällen eine Amortisation innerhalb der technischen Nutzungsdauer (25 Jahre) nicht mehr darstellbar sein.

Wichtiger Wirtschaftsfaktor.

Unbestritten ist, dass in Österreich mittlerweile tausende Arbeitsplätze unmittelbar mit der Photovoltaik-Branche verbunden sind. Dies betrifft nicht nur hochwertige Industriearbeitsplätze bei Leitbetrieben sondern auch viele neu geschaffene im Bereich der Montage und Servicierung im Elektrikergewerbe - auch in strukturschwachen Regionen.

Privathaushalt wäre betroffen.

Nachdem mittlerweile Module mit wesentlich höherer Leistung verfügbar sind (350 Watt), hat sich der einschränkende Faktor Fläche reduziert. Das heißt, dass auch bei einfachen Einfamilienhäusern die bestehende Freigrenze von 5.000 kWh ohne weiteres überschritten werden kann. Dies gilt umso mehr bei Mehrparteienhäusern und kommunalen Gebäuden. Der Durchschnittsverbrauch von 3500 kWh hat einen starken Vergangenheitsbezug. Seit einigen Jahren wird im Neubau sehr stark auf Wärmepumpensysteme gesetzt, häufig in Kombination mit kontrollierten Wohnraumlüftungen. Diese grundsätzlich sehr effizienten Haustechniksysteme bedingen jedoch selbst bei Niedrigstenergiebauweise Stromverbräuche, die von der Durchschnittsbetrachtung weit abweichen, weil sie auch die Heizenergie erfassen (10.000 kWh und mehr). In den Wohnbauförderprogrammen der Länder werden diese Systeme oft nur unter der Bedingung gefördert, dass diese mit einer Photovoltaikanlage kombiniert werden. Das Argument, dass private Haushalte von der angestrebten Steuermaßnahme nicht betroffen wären, ist deshalb schlicht falsch.

Rückfragen & Kontakt:

Erneuerbare Energie Österreich
Tel.: 0043/(0)1 522 0766 DW 60
office@erneuerbare-energie.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | EEO0001