mumok-Direktorin Karola Kraus zum Tod von Hans Hollein

Wien (OTS) - Hans Hollein hat in seinem Schaffen nicht nur neue Wege für Kunst, Architektur und Design abseits tradierter Gattungsgrenzen beschritten, sondern durch seine vielfältige Tätigkeit als Lehrender und Schreibender sowie als Kurator und Mentor auch ein unermüdliches Engagement für einen lebens- und realitätsnahen Umgang mit unterschiedlichen kulturellen und künstlerischen Feldern bewiesen. Wenn heute ganz selbstverständlich von Internationalität als Gradmesser kreativer Leistungen die Rede ist, so hat er dafür von Beginn seiner Laufbahn an Pionierarbeit geleistet und damit ganz wesentlich zur Anbindung Österreichs an den internationalen Diskurs in Architektur- und Kunstfragen beigetragen. Auch die multidisziplinäre Ausrichtung und der globale Aktionsradius heutiger KünstlerInnen und KulturmanagerInnen finden in seiner Person einen frühen Vorläufer und Vorkämpfer.

Sein Beitrag in der mumok-Ausstellung "Mind Expanders" (2008) hat gezeigt, dass er wie kaum eine andere Persönlichkeit die Aufbruchssituation der 1960er-Jahre mit ihren Grenzüberschreitungen zwischen Architektur und Kunst mitbestimmt und damit auch einer jüngeren Generation historische Grundlagen und Motivationen für aktuelles Denken und Handeln vermittelt hat. Mit Hans Hollein verliert die österreichische Architektur- und Kunstszene eine der auch international profiliertesten und engagiertesten Persönlichkeiten. Mein Team und ich trauern um ihn.

Karola Kraus, Direktorin mumok

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