Korun: Ende der Polizeigewalt in Brasilien gefordert

Brosz: Verantwortliche Verbände wie FIFA sollten menschenrechtliche Kriterien verstärkt einführen

Wien (OTS) - "Die Ausschreitungen in Rios Armenviertel sind dem rücksichtslosen Vorgehen der Polizei in Rio de Janeiro kurz vor der Fußball-WM geschuldet. Die nationale Image-Pflege, die damit von Brasiliens Regierung angestrebt wird, kann und darf nie eine Rechtfertigung für Polizeigewalt sein. Wenn ZivilistInnen auf Verdacht hin auf der Straße erschossen werden, ist das schlicht und ergreifend inakzeptabel", kritisiert Alev Korun, Menschenrechtssprecherin der Grünen, die Todesfälle im Vorfeld der Fußballweltmeisterschaft in Brasilien.

"Unser Außenminister, ebenso wie die EU-Mitgliedsstaaten sollten die brasilianische Regierung dringend zur Einhaltung der Menschenrechte im eigenen Land und zu mehr Besonnenheit bei Polizeiaktionen mahnen. Sonst geraten dort die Menschenrechte knapp vor der WM noch unter die Räder. Gleichzeitig zeigt sich in diesen Vorgängen, dass Sport-Großprojekte nicht einfach an der Bevölkerung vorbei geplant werden können und es dringend eine Neuausrichtung z.B. auch der verantwortlichen Verbände wie der FIFA geben muss. Diese muss bei der Auswahl von Gastgeberländern für Großprojekte stärker als bisher auf die Einhaltung von Menschenrechten (Arbeitsbedingungen, Armutsverschärfung etc.) achten", meint Brosz.

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