AK: Mietpreisbremse dringend nötig!

Mieten begrenzen statt Mietwucher legalisieren

Wien (OTS) - "Wir brauchen klare Mietobergrenzen", betont AK Präsident Rudi Kaske. "Denn die Vermieter verlangen jetzt schon, was der Markt hergibt - rechtwidriges Vorgehen ist die Regel." Freie Mieten würden bedeuten, dass dem Mietwucher legal Tür und Tor weiter geöffnet werden. "Die Menschen müssen bei den Wohnkosten entlastet werden. Daher ist eine wirksame Mietenbremse dringend notwendig", verlangt der AK Präsident "eine Begrenzung der Zuschläge und eine Steigerung der geförderten Neubautätigkeit."

"Vermieter verlangen trotz Begrenzung durch das Richtwertsystem viel mehr an Miete als erlaubt ist", sagt Kaske. So sind befristete Altbau-Mietwohnungen um mehr als drei Viertel teurer als erlaubt. Das zeigte eine AK Inseratenauswertung von 150 Inseraten von befristeten Wiener Altbauwohnungen. "Das ist jetzt schon Mietennepp", so Kaske. "Die enormen Aufschläge zum Mietzins sind unfassbar. Ein Durchschnitts-Arbeitnehmer arbeitet gute zwei Monate im Jahr nur für das, was der Vermieter zu viel einstreift."
Freie Mieten, wie es die Fachgruppe der Immobilientreuhänder fordert, würden heißen, dass Vermieter legal viel zu überteuerte Mieten verlangen können. Wenn Wohnungen in alten Zinshäusern genauso viel kosten dürften wie frei finanzierte Neubauten, würde der Anreiz für Neubauten verloren gehen.

Die AK lehnt auch eine Bedarfsprüfung bei geförderten Wohnungen ab, so wie es die Immobilientreuhänder fordern. "Das kostet nur unnötig Geld und bringt nichts - außer, dass dadurch Ghettos entstehen würden", so Kaske. "Eine soziale Durchmischung auch bei geförderten Wohnungen ist einer der Gründe für die hohe Lebensqualität in österreichischen Städten." Zudem müsste man eine regelmäßige Einkommenskontrolle nicht nur bei geförderten Mietwohnungen, sondern auch bei geförderten Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen durchführen. Das würde einen laufenden Einkommens-Striptease von rund drei Millionen Österreichern und Österreicherinnen bedeuten.

"Wohnen muss billiger werden", verlangt Kaske. Konkret fordert die AK: 1 Klare Mietobergrenzen für private Altbau-Mietwohnungen; 2. Wohnbauförderung rasch zweckwidmen; 3. Weg mit den Befristungen; 4. Niedrigere Betriebskosten durch Streichen der Grundsteuer und der Versicherungskosten aus dem Betriebskostenkatalog; 5. Maklergebühr für MieterInnen streichen, diese sollen die VermieterInnen zahlen; 6. Klare gesetzliche Regeln für die Erhaltungspflichten der VermieterInnen.

SERVICE: Mehr zum Thema Wohnen unter www.wohnenmussbilligerwerden.at

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