VIER PFOTEN Tipps: Putzen ohne Tierleid - so einfach geht's

Internationaler Welttierversuchstag: Jeder kann Beitrag zum Tierschutz leisten

Wien (OTS) - Zum alljährlichen Welttierversuchstag am 24. April erinnert VIER PFOTEN nicht nur an das Leid der Millionen Labortiere, die weltweit für die Kosmetikindustrie, die Herstellung von Putz- und Haushaltsmitteln sowie für medizinische Versuche leiden müssen. Die Tierschutzorganisation gibt auch praktische Tipps, wie jeder von uns mit einfachen Hausmitteln sein Heim ganz ohne Tierleid auf Vordermann bringen- und nebenbei auch noch der Umwelt sowie der Geldbörse etwas Gutes tun kann.

"Jährlich werden in Österreich fast 200.000 Tiere in Tierversuchen gequält", sagt Indra Kley, Kampagnenleiterin von VIER PFOTEN. "Eine so große Zahl an Tests ist nicht nur unmoralisch, es ist auch völlig überholt. Denn Tierversuche sind zu einem sehr großen Teil nicht auf den Menschen übertragbar." Nach wie vor werden alternative Forschungsmethoden viel zu wenig gefördert. Dennoch muss der Einzelne diesem Missstand nicht mehr ohnmächtig zusehen: "In vielen Bereichen des Lebens kann man Tierversuchen durchaus aus dem Weg gehen", sagt Kley.

Den wenigsten Konsumenten ist bewusst, dass auch für Wasch-, Spül-und andere Putzmittel jedes Jahr tausende Mäuse, Ratten, Hasen und Meerschweinchen qualvoll sterben. Gerade hier bieten sich einige gute Möglichkeiten, selbst Putzmittel herzustellen - einfach, billig und umweltschonend.

So kann zum Beispiel Essig sehr vielfältig eingesetzt werden: Man kann damit nicht nur Böden, Fenster und WCs reinigen, er wird auch gegen Ablagerungen in Wannen und Waschbecken verwendet. 3 EL Öl, 3 EL Essig und 1 TL Salz ergeben eine einfache Möbelpolitur. Bei dunklen Möbeln sollte man statt Essig Rotwein verwenden. Selbst Flecken auf Leder werden mit schwachem Essigwasser entfernt.

Ebenfalls ein Allrounder im Haushalt ist die Zitrone bzw. ihr Saft:
Zitronenschalen sind das beste und gründlichste Reinigungsmittel für Küchenmöbel. Die Oberflächen werden dazu mit der Innenseite der Schale abgerieben. Ausgepresste Zitronenschalen erweisen sich beim Abwasch als ausgezeichnete Fettlöser. Zitrone ist ein natürliches Bleichmittel. Wenn man zum Waschmittel ein paar Zitronenscheiben fügt, wird leicht angegraute weiße Wäsche wieder weiß. Wie Essig hilft Zitronensaft auch zur Reinigung von Wannen und Waschbecken.

Salz ist das nächste Wundermittel: Fenster glänzen besser, wenn dem Putzwasser etwas Salz zugesetzt wird, Flecken an Gläsern lassen sich durch Abreiben mit Salz entfernen. Ein verschmutzter Backofen schließlich wird leichter sauber, wenn man etwas Salz hineinstreut und es so lange erhitzt, bis das Salz braun wird. Danach mit einem Küchentuch ausreiben und den Ofen wie gewohnt auswaschen.

Gegen nicht zu starke Ablagerungen in der Toilette hilft Backpulver: Ein Päckchen davon auf den verschmutzten Stellen verteilen, einwirken lassen und mit Bürste nachbearbeiten.

Auch bei stark angebrannten Töpfen braucht man keine chemischen Keulen: Man kann es durch Einweichen in einer Backpulver-Wasser-Mischung lösen.

Verstopfte Abflüsse lassen sich umweltfreundlich und problemlos mit einer Saugglocke und Rohrspirale reinigen.

Verringerung von Tierleid: die magischen drei "R"

VIER PFOTEN fordert, dass künftig mehr Mittel in alternative Forschungsmethoden investiert wird. Die führenden Grundsätze (drei "R") für eine Verringerung von Tierleid, das durch Tierversuche erzeugt wird, sind:

Austausch (replacement) von Tieren mit nicht empfindungsfähigem Material (z.B. Gewebekulturen)

Verringerung (reduction) der Zahl der Tiere, die für gewisse Tests verwendet werden (z.B. durch korrektes statistisches Design und angemessene Auswertung der Experimente)

Verbesserung (refinement) von Verfahren, die der Verringerung des Elends der Tiere dienen.

Einen Überblick über tierlose Forschungsmethoden finden Interessierte übrigens auf
http://www.vier-pfoten.at/kampagnen/labortiere/alternativen/tierlose-alternativen/

"Langfristig muss es einfach schon allein aus ethischer Sicht das Ziel sein, Tierversuche in der Forschung komplett durch alternative Methoden zu ersetzen", meint Indra Kley abschließend.

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