Klima- und Energiefonds verdoppelt Budget für Mustersanierungen

Fördertopf mit 7,0 Millionen Euro gefüllt / 57 Projekte setzen bereits jetzt neue Maßstäbe für umfassende thermische Sanierungen

Wien (OTS) - Der Gebäudebereich ist für einen wesentlichen Anteil am Energieverbrauch und an CO2- Emissionen verantwortlich. Bereits in wenigen Jahrzehnten soll jedoch der Gebäudesektor frei von Emissionen sein. Machbar ist dies unter anderem durch umfassende thermische Sanierungen und den optimalen Einsatz erneuerbarer Energietechnologien. Das Förderprogramm "Mustersanierung" des Klima-und Energiefonds setzt genau hier an: Durch die Beispielwirkung der geförderten Mustersanierung werden wesentliche Impulse für die Verstärkung der Sanierungstätigkeit auf höchstem Standard gesetzt, der optimale Einsatz erneuerbarer Energien forciert und die Energieeffizienz gesteigert. Das Programm richtet sich an Bauherren, Planer und Berater von betrieblich und öffentlich genutzten Gebäuden. Projekte können bis 24.10.2014 eingereicht werden.
Umweltminister Andrä Rupprechter: "Die Reduktion von Treibhausgasen, der Ausbau erneuerbarer Energien und Energieeffizienz sind die Grundpfeiler für eine aktive und wirksame Klima- und Energiepolitik. In diesem Sinne sind Mustersanierungen ein wichtiger Baustein auf dem Weg in eine saubere und sichere Energiezukunft", unterstreicht der Bundesminister die Bedeutung des Förderprogramms.

57 realisierte Projekte zeigen technisches und wirtschaftliches Potenzial

Seit 2008 wurden mit den Mitteln des Klima- und Energiefonds 57 Gebäude - beispielsweise Pensionen, Kindergärten, Schulen, Gesundheitszentren - nach den hohen Standards der "Mustersanierung" saniert. Klima- und Energiefonds Geschäftsführer Ingmar Höbarth:
"Unsere Mustersanierungen setzen neue Standards und zeigen, was technisch schon heute möglich ist. Es sind Praxismodelle zum Nachahmen. Eine genaue Analyse des Gebäudes, der Nutzungsbedürfnisse und der Einsatz innovativer Technologien garantieren höchste Qualität. Die umfassenden thermischen Mustersanierungen reichen bis hin zum Passivhaus oder gar Plus-Energie-Haus."

Bis 24.10.2014 (first come-first serve) stehen bis zu 7,0 Millionen Euro für umfassende Sanierungen von Betriebs- oder öffentlichen Gebäuden zur Verfügung. Für die geförderten Projekte gelten hohe Anforderungen, die durch entsprechend hohe Förderquoten belohnt werden. Neben umfassenden Sanierungsmaßnahmen werden auch Investitionen in erneuerbare Energien gefördert.

Die wichtigsten Förderkriterien 2014

  • Maximale Förderhöhe pro Projekt: 800.000 Euro
  • Anteil Erneuerbare Energien mindestens 80%
  • Gebäude muss vor dem 1.1.1994 errichtet worden sein
  • PV: bis zu 100 kWp werden gefördert
  • Basisfördersatz: 45% -Passivhaussanierung: +5% -Plusenergiesanierung: +10% -Nutzung von Dämmstoffen mit österreichischem Umweltzeichen oder nature-plus: +5%

Hintergrundinformation "Mustersanierung"

Im Rahmen des Förderungsprogramms "Mustersanierung" legt der Klima- und Energiefonds besonderen Fokus auf einen möglichst hohen Einsatz erneuerbarer Energien, den Einsatz klimaschonender Rohstoffe und Produkte bei der Sanierung, technische und ökonomische Multiplizierbarkeit, Maßnahmen zur Energieeffizienz, keinen oder geringstmöglichen Kühlbedarf sowie einen hohen Innovationsgehalt. Insgesamt standen bisher für das Förderprogramm "Mustersanierung" seit Start des Programmes 2008 Euro 14,4 Mio. zur Verfügung.

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