Naturschutzbeirat agiert fragwürdig und verantwortungslos

Ablehnung des Tourismusprojekts in Flattach durch den Naturschutzbeirat wirft juristische und wirtschaftspolitische Fragen auf, kritisiert die Wirtschaftskammer.

Klagenfurt (OTS) - Als weder in der Sache noch in der Form nachvollziehbar bezeichnete heute der der Sprecher der Wirtschaft im Bezirk Spittal, der Unternehmer Siegfried Arztmann, den gestrigen Beschluss des Naturschutzbeirates. Nachdem laut Landesrat Holub weder ein Projekt noch ein konkreter Antrag mit detaillierten Plänen, Natur- und Raumverträglichkeitsgutachten etc. vorliege, stelle sich die Frage, worüber der Naturschutzbeirat gestern mit großem Getöse stundenlang geplaudert habe, erklärte Arztmann: "Wie können die Damen und Herren über ein dermaßen wichtiges Projekt für den Raum Oberkärnten befinden, wenn ihnen die detaillierten Projektunterlagen offenbar gar nicht vorliegen? Ich halte diese Vorgehensweise für fragwürdig und gegenüber den Menschen in der betroffenen Region für verantwortungslos."

Darüber hinaus machen Arztmann noch weitere Details an der Vorgehensweise des Umweltlandesrates stutzig. So spreche Holub immer von einer Aufhebung des Naturschutzgebietes, der er nicht zustimmen werde - eine solche Aufhebung stehe allerdings gar nicht zur Diskussion, sondern es gehe um eine gesetzlich durchaus vorgesehene Ausnahmebewilligung, in deren Erteilung der Naturschutzbeirat - auf Grundlage eines konkreten Projekts sowie eines entsprechenden Antrags - einzubinden sei.

Ebenfalls dubios erscheine in diesem Licht das Verwirrspiel um die Alpenkonvention, die dem Vorhaben angeblich im Wege stehe. Tatsächlich gebe es mehrere gleichwertige Zusatzprotokolle zur Alpenkonvention, von denen eines die sanfte touristische Erschließung einer Region ausdrücklich vorsehe. Arztmann: "Man soll nicht so tun, als wäre diese Gegend ein Reservat, wo man nur am Zaun stehen und hineinschauen darf. Hier geht es um den Oberkärntner Lebensraum, um Abwanderung, Arbeitslosigkeit und Zukunftsaussichten. Wer dieses Vorhaben nur durch die grüne Brille betrachtet, hat offenbar wirtschaftlich den Ernst der Lage noch nicht verstanden. Ich appelliere an alle Verantwortlichen, sich als Ermöglicher zu beweisen und nicht als Verhinderer vor ihrer eigenen, von der Entscheidung gar nicht betroffenen Klientel glänzen zu wollen."

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