Moser zu Telekom: Sperrminorität und Syndikatsvertrag müssen österreichische Interessen schützen

Grüne: Österreich muss in Telekom maßgeblich bleiben

Wien (OTS) - "Österreich muss in der Telekom maßgeblich bleiben", sagt die Telekomsprecherin der Grünen, Gabi Moser, und ergänzt: "Der geplante Syndikatsvertrag hat die entscheidende Rolle der österreichischen Industrie-Politik abzusichern und nicht zu gefährden. Was bei der OMV gelang, hätte auch bei der Telekom rechtzeitig gesichert werden sollen - nämlich Führung und Standort in österreichischer Hand."

"In der Vergangenheit betrieb die ÖIAG gegenüber Telekom-Aufsichtsrat Ronny Pecik eine Vogel-Straußpolitik und öffnete so das Einfallstor für Carlos Slim und seine America Movil. Allerdings wurden bereits in der Schüssel-Grasser-Ära die Weichen falsch gestellt, indem man durch Zwischenrufe aus Kärnten eine strategische Partnerschaft mit der Swisscom zum Scheitern brachte und so eine schleichende Übernahme (Ankauf von großen Aktienpakten) durch spekulative Großinvestoren a la Pecik und oder andere Telekom-Unternehmen ermöglichte", meint Moser.

"Durch eine strategische Partnerschaft mit der Swisscom wäre die Telekom auch gegenüber politischen Begehrlichkeiten immunisiert gewesen und hätte sich viele Telekom-Politskandale rechtzeitig erspart. Seit zehn Jahren ist diese Milch aber vergossen, und ein weiteres Kapitel von wirtschafts- und standortschädlicher ÖVP-Politik nahm seinen verhängnisvollen Lauf. Jetzt gilt es noch zu retten, was zu retten ist: Sowohl die Sperrminorität als auch ein astreiner Syndikatsvertrag müssen für eine strategische Sicherung der österreichischen Interessen sorgen. Telekommunikation spielt eine technologische Schlüsselrolle für Österreichs KundInnen und Unternehmen, auch geostrategisch ist sie von erheblicher Bedeutung. Nur auf Slims Gnade angewiesen zu sein, ist eine schlimme Perspektive."

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