Nastia und Bodia dürfen zusammen sein

Die zwei geretteten Jungbären wurden in der BÄRENSTATION Nadiya in der Ukraine erfolgreich vergesellschaftet

Wien (OTS) - Die beiden Bärenkinder Nastia und Bodia wurden beide als Babys ihrer Mutter entrissen. VIER PFOTEN konnte sie retten und in der BÄRENSTATION Nadiya in Zhytomyr unterbringen, wo sie sich mittlerweile sehr wohl fühlen. Damit sie ihr Leben nicht isoliert von ihren Artgenossen verbringen müssen, wurde nun ein Vergesellschaftungs-Versuch der beiden Jungbären vorgenommen - mit Erfolg! Sie verstanden sich auf Anhieb gut, fraßen und badeten miteinander. VIER PFOTEN Bärenexperte Carsten Hertwig freut sich über die gelungene Zusammenführung: "Nastia und Bodia sind sehr verspielt, und es ist schön, dass sie jetzt gemeinsam durch ihr Gehege streifen können."

Die beiden Bären hatten bereits seit einigen Wochen Gelegenheit, sich an die Gegenwart des anderen zu gewöhnen. Ihre Gehege grenzten aneinander, somit konnten sie sich schon vorab durch die Gitterstäbe beschnüffeln und an den Geruch des neuen Bärenpartners gewöhnen. Deshalb waren sie auch sehr gelassen und friedlich, als Bodia zum ersten Mal in Nastias Gehege gelassen wurde. In menschlicher Obhut kann man Bären, im Gegensatz zu der Natur, auch in Gruppen halten, sofern genügend Platz vorhanden ist, dass sie sich auch aus dem Weg gehen können. In dem riesigen Gehege hatten sie ausreichend Möglichkeit, sich ihre Hierarchie auszumachen. Sie haben miteinander gerauft, sind voreinander weggelaufen, mal war der eine stärker oder schneller, mal der andere. Hertwig: "Ein erstes Kräftemessen ist normal. Zur Sicherheit war eine Tierärztin anwesend. Sie hätte die Bären durch einen Narkosepfeil jederzeit betäuben können, falls sie sich nicht verstanden hätten oder sich ernsthaft verletzen hätten können. Das war aber erfreulicherweise nicht nötig."

Die Vergesellschaftung hat für beide Tiere enorme Vorteile. Hertwig:
"Nastia hat seit der Zusammenführung mit Bodia keine Stereotypien, also abnormale Verhaltensänderungen, mehr gezeigt und wirkt viel ruhiger als zuvor. Der kleine lebensfrohe Bodia hat endlich einen Spielkameraden."

Natürlich soll die Vergesellschaftung der beiden Tiere nicht zur Zucht weiterer Bären in Gefangenschaft dienen. Noch ist Bodia zu klein, aber in zwei bis drei Jahren, wenn er ausgewachsen ist, wird er kastriert werden. Falls nötig, wird er davor während der Paarungszeit kurzfristig von seiner neuen Gefährtin getrennt.

Die 2012 geborene Bärin Nastia wurde als wenige Wochen altes Baby brutal ihrer Mutter entrissen, bevor sie vom Zoo Lutsk an skrupellose Tierhändler verkauft wurde. VIER PFOTEN konnte Nastia daraufhin retten und im November 2012 in die BÄRENSTATION Nadiya bringen. Der etwa gleichaltrige Bodia wurde ebenfalls viel zu früh von illegalen Händlern seiner Mutter entrissen und in einer Undercover-Aktion an einen ukrainischen TV-Sender verkauft. Der Sender informierte daraufhin VIER PFOTEN, und im Juli 2013 wurde Bodia schließlich in die BÄRENSTATION gebracht. Trotz ihrer schlimmen Vergangenheit entwickeln sich die beiden Jungbären prächtig und können jetzt gemeinsam ein artgemäßes Leben in guter Gesellschaft verbringen.

Hier können Sie Fotos und Footage downloaden:
https://ftp.vier-pfoten.org/?u=vPrGlphf&p=LceOMHVq

Auf Youtube finden Sie unser Video unter:
https://www.youtube.com/watch?v=GvnHK3xsTT0

Kurzfilm "Bodias Rettung"
http://www.youtube.com/watch?v=dmF4UVyqF8k

Kurzfilm "Bären-Baby Nastia entführt"
http://www.youtube.com/watch?v=JiqsN7yXmko&list=TLLUQL1LqZe8w8UTBp4GH
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