Neues Volksblatt: "Zuhören" von Markus EBERT

Ausgabe vom 19. April 2014

Linz (OTS) - Ob nach dem gestrigen Tritt der SPÖ-Unterrichtsministerin auf die Notbremse der Schulfriede wieder einzieht, muss sich erst zeigen. Denn zurückgezogen hat Gabriele Heinisch-Hosek zwar die in einer Nacht-und-Nebel-Aktion erlassenen Spar-Verordnungen, aber am Spar-Auftrag ändert das nichts. Immerhin:
Nun setzt sie auf Gespräche, auch wenn diese angesichts des katastrophalen Klimas unter denkbar schlechten Voraussetzungen stattfinden. Mit seiner Ankündigung, dass es 600 zusätzliche Planstellen für Unterstützungspersonal geben wird, hat Beamtenminister Josef Ostermayer den ersten Schritt in Richtung Mediatoren-Rolle schon gesetzt.
Dessenungeachtet muss Heinisch-Hosek den Spagat zwischen Bildungspolitik und Parteipolitik schaffen, wobei Letztere - gemessen am Druck, dem sie aus den eigenen SPÖ-Reihen ausgesetzt war - für die Ministerin vermutlich die größere Herausforderung darstellt. Jedenfalls wird die SPÖ alles daran setzen, den Ball in Richtung Finanzminister zurückzuspielen. Doch nur zu sagen, im Bildungsbereich kann nicht gespart werden, ist zu wenig, noch dazu, wo Vorschläge wie jener von LH Josef Pühringer in Bezug auf die Verländerung der Schulverwaltung auf dem Tisch liegen. Wenn Heinisch-Hosek also, wie sie selbst sagt, mit allen Schulpartnern "gemeinsam über die Effizienz im Bildungssystem" diskutieren will, dann muss sie auch zuhören, was die Partner sagen.

Rückfragen & Kontakt:

Neues Volksblatt, Chefredaktion
Tel.: 0732/7606 DW 782
politik@volksblatt.at
http://www.volksblatt.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVB0001