Greenpeace: Japan muss Walfang auch im Nordpazifik beenden

Tötung von Walen unter dem Deckmantel der Wissenschaft ist nicht akzeptabel

Wien (OTS) - Greenpeace kritisiert die Entscheidung Japans den nordpazifischen Walfang auch in Zukunft fortsetzen zu wollen. Nachdem Ende März der Internationale Gerichtshof die japanische Walforschung im Südpolarmeer als illegal verurteilt hatte, bestand große Hoffnung, dass auch das zweite Walfangprogramm im Nordpazifik eingestellt wird. "Egal ob im Nord- oder Südpazifik, hinter wissenschaftlichem Walfang versteckt sich kommerzielle Jagd auf Wale. Japan muss endlich Verantwortung für den Schutz der Meere übernehmen und einsehen, dass den Japanern der Appetit auf Walfleisch schon längst vergangen ist", so Greenpeace-Sprecherin Hanna Simons.

Alljährlich bricht die japanische Walfangflotte Ende April Richtung Nordpazifik auf, um Großwale, darunter Pott-, Minke- und Seiwale zu jagen. Im vergangenen Jahr fielen dort 190 Großwale den japanischen Harpunen zum Opfer. Seit 1986 sind der Fang und die Tötung von Walen für kommerzielle Zwecke von der Internationalen Walfangkommission verboten. Die Japanische Walfangindustrie nutze jedoch 25 Jahre lang ein Schlupfloch und berief sich auf Artikel 8 der "Internationalen Konvention" zu Regulierung des Walfangs. Demnach dürfen Wale zu wissenschaftlichen Zwecken getötet und die Nebenprodukte dieser Forschung, also das Walfleisch verkauft werden. Somit ging die Jagd der Wale in der Antarktis unter dem Deckmantel der Wissenschaft weiter.

Greenpeace fordert von der japanischen Regierung auch den wissenschaftlichen Walfang im Nordpazifik zu beenden. "Für das brutale Abschlachten dieser bedrohten Tiere kann es keine Rechtfertigung geben", so Simons abschließend.

Bildmaterial zu Walfang finden Sie unter folgendem Link
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Fotocredit: @Greenpeace/ Fotografenname (findet sich unter Bildeigenschaften)

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