IG Pflanzenschutz: Greenpeace-Publikation ohne Aussagekraft

Forderung nach weiteren Verboten nicht haltbar - IG Pflanzenschutz weiterhin zu konstruktiven Gesprächen bereit

Wien (OTS) - "Die heute von Greenpeace veröffentlichte Publikation, in der Pollen- und Bienenbrotproben auf Rückstände von Pflanzenschutzmitteln untersucht worden sind, lässt keine Schlüsse auf die Ursachen der Bienenverluste in Österreich zu", betont der Vorstand der Industriegruppe Pflanzenschutz, Christian Stockmar. Für die Greenpeace Publikation "The Bees Burden" wurden europaweit insgesamt 107 Pollen- und 25 Bienenbrotproben auf Rückstände von Pflanzenschutzmitteln untersucht, davon drei bzw. fünf aus Österreich. "Basierend darauf ein weiteres Verbot für Pflanzenschutzmittel zu fordern, ist nicht nachvollziehbar und entbehrt jeder Grundlage", gibt Stockmar zu bedenken.

Die von Greenpeace veröffentlichten Ergebnisse sind nicht aussagekräftig, um Rückschlüsse auf die Situation in Österreich zuzulassen. Die Proben stammen aus einer Vielzahl von Ländern und Vegetationszonen, die Umweltorganisation kommt daher selbst zum Schluss, dass es nicht möglich sei, anhand dieser "Ergebnisse den allgemeinen Zustand in den einzelnen Ländern in Bezug auf die Pestizidbelastung festzumachen".

Die Bienenverluste haben vielfältige Ursachen. Vor allem die Varroamilbe setzt den Bienen erheblich zu. Pflanzenschutzmittel gehören zu den best-untersuchten Substanzen und werden von den staatlichen Behörden im Zulassungsprozess geprüft. Bei verantwortungsvollem Umgang und sachgerechter Anwendung ist ein Gefahrenpotenzial für die Biene auszuschließen.

"Die IG Pflanzenschutz begrüßt jede Untersuchung zur Bienengesundheit. Jedoch sollte diese unter nachvollziehbaren Bedingungen geschehen und einen wissenschaftlichen Anspruch erfüllen. Die Greenpeace Publikation ist deshalb nicht hilfreich. Für Populismus ist kein Platz, um gemeinsam eine Lösung zu finden", so Stockmar abschließend. Die IG Pflanzenschutz steht für konstruktive Gespräche weiterhin zur Verfügung.

Hintergrund:
Die 15 Mitglieder der IG Pflanzenschutz sind die wichtigsten Produzenten und Händler von Pflanzenschutzmitteln in Österreich. Sie beschäftigen rd. 370 Mitarbeiter in Österreich. Den Vorsitz der Gruppe hat Dr. Christian Stockmar von Syngenta inne. Stellvertretend stehen ihm DI Martin Schöpfer von Bayer CropScience sowie KR Andreas Stöckl von Kwizda Agro zur Seite. Innerhalb der IG Pflanzenschutz befassen sich Experten mit unterschiedlichen Themenbereichen, so zum Beispiel im Fachausschuss für Ökologie und Technik (FÖT) oder im Ausschuss für Haus- und Gartenprodukte (H&G). Die heimische Pflanzenschutzmittelbranche erwirtschaftet pro Jahr rund 130 Millionen Euro an Umsatz.

Die Mitglieder der IG Pflanzenschutz sind in alphabethischer Reihenfolge:
BASF Österreich GmbH, Bayer Austria GmbH, BelchimCropProtection GmbH Österreich, Cheminova Austria GmbH & Co KG, COMPO Austria GmbH, Dow AgroSciences GmbH, Du Pont de Nemours (Deutschland) GmbH, Feinchemie Schwebda GmbH, Florissa Handels- und Produktions GmbH, Kwizda Agro GmbH, Monsanto Agrar Deutschland GmbH, Nufarm Austria GmbH & Co KG, SCOTTS CELAFLOR HGmbH, Syngenta Agro GmbH und W. Neudorff GmbH KG.

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle der Industriegruppe Pflanzenschutz
c/o Daniel Kapp| Strategic Consulting & Responsible Communication GmbH
01 / 23 50 422 - 0
pflanzenschutz@danielkapp.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | DKA0001