Amtlich bestätigt: Nichtchristliche Mehrheit an Wiener Volksschule - Kreuzanbringung gesetzlich nicht gedeckt

Wien (OTS) - Im Februar 2013 stellte erstmals eine Mutter ein Informationsansuchen betreffend der konfessionellen Zusammensetzung in der Volksschule ihres Kindes. Die angeforderten Daten benötigte sie um feststellen zu können, ob das Anbringen von Schulkreuzen gesetzlich gedeckt sei. Die Informationen wurden ihr jedoch sowohl seitens der Schulleitung als auch seitens des Wiener Stadtschulrates vorerst verweigert. Im Laufe der Zeit schlossen sich weitere Eltern dem Informationsansuchen an und mehrere Anträge sowie eine Anzeige bei der Schulaufsicht folgten daraufhin. Nun räumt die betroffene Schule erstmals ein - eine schriftliche Stellungnahme liegt der "Initiative Religion ist Privatsache" vor - dass die Mehrheit der Schulkinder NICHT christlich sei. Somit wird erstmals auch die Bestätigung geliefert, dass die Schulleitung, die für die Ausstattung der Schule verantwortlich ist, der nichtchristlichen Mehrheit Schulkreuze aufzwingt - ohne dazu gesetzlich ermächtigt zu sein.

Wenig verwundert über den Sachverhalt zeigt sich Initiative-Sprecher Eytan Reif: "Es war von Anfang an offensichtlich, dass in jener Schule die gesetzliche Grundlage für das Anbringen von Kreuzen gefehlt hat. Diese Tatsache sollte jedoch so lange wie möglich verschleiert werden. Auch die äußert fragwürdige Empfehlung des Bildungsministeriums zur Christenerfassung passt gut in dieses Schema. Diese bezweckte nämlich nur eines: den Anteil der Christen nach oben zu verfälschen. All dies hat letztendlich aber nichts gebracht, außer den Rechtsstaat zu untergraben". Nach Ansicht der "Initiative Religion ist Privatsache" fördern die mangelnde gesetzliche Regelung, gekoppelt an eine etablierte pro-christliche Praxis, eine weltanschauliche Willkür, die in einer pluralistischen Demokratie keinen Platz hat. Reif dazu: "Dass in ihrem knappen Schreiben die Schulleitung mit keinem Wort die Kreuzanbringung rechtfertigt, ist bezeichnend. Beamte können ihre Weltanschauung einer andersdenkenden Mehrheit selbstbewusst aufzwingen, mit Sanktionen haben sie jedenfalls nicht zu rechnen".

An die Schulleitung richtet nun die "Initiative Religion ist Privatsache" die Aufforderung, die restlichen Schulkreuze unverzüglich abzuhängen.

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