Kadenbach: Erster Schritt im Kampf gegen die Plastikmüllberge

EU-Parlament setzt Wunsch der Bürgerinnen und Bürger um

Wien (OTS/SK) - Das Europäische Parlament greift den Wunsch vieler Bürgerinnen und Bürger auf und setzt mit der heutigen Abstimmung zur Verringerung der Verwendung von Kunststofftüten (Plastiksackerl) einen Schritt in Richtung Reduktion der Plastikmüllberge. Die SPÖ-Europaabgeordnete Karin Kadenbach, Mitglied im Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, erläutert: "Die Vermüllung der Meere nimmt drastisch zu. Ansammlungen von solchem Treibgut gelangen vielfach über Flüsse ins Meer. Die große Mehrheit der Bevölkerung forderte hier zu Recht eine umweltfreundliche und praktikable Lösung. Bis zum Jahr 2017 müssen die ganz dünnen Plastiksackerl (0,05 Millimeter) um 50 Prozent reduziert werden, bis 2019 um bis zu 80 Prozent." Das kann mit Abgaben oder Marktbeschränkungen erfolgen, damit im Einzelhandel solche Plastiksackerl weniger verwendet werden. Ausnahmen gelten für die Verpackung von Frischfleisch, frischem Fisch und Milchprodukten wie rohem Käse. ****

Kadenbach: "Betroffen sind vor allem jene Plastiksackerl, die für Obst, Gemüse oder Zuckerl verwendet werden. Hier soll es künftig vermehrt Sackerl aus Papier oder biologisch abbaubarem Material geben." Schätzungsweise benutzen die EU-BürgerInnen im Schnitt 198 Plastiksackerl pro Jahr (Wert für das Jahr 2010), davon rund 90 Prozent aus dünnem Kunststoff. Diese werden besonders häufig weggeworfen, da sie kaum wiederverwendet werden können. 2010 wurden rund acht Milliarden dieser Plastiksackel in der EU weggeworfen - ein unglaublicher Müllberg in unseren Gewässern. (Schluss) dm/mo

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