Becker: Europaweite Zusammenarbeit aller AMS ist neue Waffe gegen Arbeitslosigkeit

Europäisches Parlament beschließt verpflichtende Kooperation der Arbeitsmarktservices in der EU

Straßburg, 16. April 2014 (ÖVP-PD) "Alle Arbeitsmarktservices, Arbeitsmarktverwaltungen und öffentlichen Arbeitsvermittlungsstellen der EU-Länder werden künftig verpflichtend zusammenarbeiten", freut sich der Beschäftigungssprecher der ÖVP im Europäischen Parlament, Heinz K. Becker. Der EU-Abgeordnete war Chefverhandler der Europäischen Volkspartei (EVP) für das Gesetz, das einen verpflichtenden Datenaustausch zwischen den Arbeitsmarktservices vorsieht. "Bei 26 Millionen Arbeitslosen in der EU war diese Vernetzung längst überfällig. Heute haben wir eine neue Waffe im Kampf gegen Arbeitslosigkeit beschlossen", so der EU-Abgeordnete. ****

"Wichtigste Priorität ist das von mir definierte 'Benchlearning'. Das heißt, dass die besten Konzepte und Methoden unter den EU-Staaten ausgetauscht werden, um die Arbeitsmarktservices effizienter zu gestalten. Der Austausch von Daten und das Lernen von den Erfahrungen der jeweils anderen wird zur Verpflichtung", erklärt Becker. Dabei habe das österreichische AMS eine "Vorzeigerolle" inne. "Die in Europa niedrigste Arbeitslosenrate und Jugendarbeitslosigkeit wie in Österreich belegen den konkreten Nutzen, den effiziente Arbeitsmarktverwaltungen leisten können. Vor allem Mitgliedstaaten mit unbefriedigender Arbeitsmarktpolitik können von der österreichischen Erfahrung voll profitieren", so der EU-Abgeordnete.

Mit der Internet-Plattform "EURES", mit mehr als 100.000 Stellenangeboten, soll darüber hinaus auch die grenzüberschreitende Mobilität Arbeitssuchender gesteigert werden. Jedes Jahr vermittelt das "EURES-Netz" rund 150 000 Arbeitsuchende bzw. Stellen. "Es kann nicht sein, dass es trotz enormer Arbeitslosigkeit in einigen Regionen Europas, gleichzeitig fast zwei Millionen freie Stellen in der EU gibt, die nicht besetzt werden können. Hier wird ein enormes Jobpotential vergeudet", so Becker.

Insgesamt vier Millionen Euro sollen aus dem "Programm für Beschäftigung und Soziale Investition" der EU für das neue Netzwerk zur Verfügung gestellt werden. Ab Herbst 2014 soll dann die verpflichtende Zusammenarbeit der AMS beginnen.

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