FPÖ: Karlsböck: Forschungsförderung darf kein Lippenbekenntnis bleiben

Investitionen in F&E sichern Wettbewerbsfähigkeit und Standortvorteil

Wien (OTS) - Der FPÖ-Wissenschaftssprecher und Obmann des Wissenschaftsausschusses, Dr. Andreas F. Karlsböck, fordert die Bundesregierung auf, die zahlreichen Versprechen zur Erhöhung der Investitionen in Forschung und Entwicklung endlich einzuhalten. Um den Standort Österreich nicht zu gefährden, dürften entsprechende Zusagen keine Lippenbekenntnisse bleiben.

Wenn die Bundesregierung schon die freiheitlichen Forderungen nach besserer finanzieller Dotierung der Universitäten ignoriere, so solle sie wenigstens auf Wiens Bürgermeister Michael Häupl hören, der gestern mehr öffentliches Geld für Forschung und Wissenschaft gefordert habe, so Karlsböck. Auch WIFO-Experte Markus Scheiblecker habe im ORF Morgenjournal mehr F&E-Investitionen vorgeschlagen, um die Wettbewerbsfähigkeit Österreichs zu erhöhen und den heimischen Standort nachhaltig zu sichern.

Bisher seien aber alle Zusagen, vermehrt in Forschung und Lehre zu investieren, Lippenbekenntnisse geblieben, kritisiert der FPÖ-Wissenschaftssprecher: "Die versprochenen zusätzlichen 615 Mio. Euro Inflationsabgeltung für die Universitäten wurden in die Budgetverhandlungen für 2016 verschoben, die zusätzlichen 485 Mio. Euro zur Studienplatzfinanzierung auf 2018, und auch von den ursprünglich zugesagten 62 Mio. Euro für den Ausbau des Fachhochschulsektors fehlt jede Spur", kritisiert Karlsböck. Damit sei der Ausbau der Fachhochschulplätze und eine Erhöhung der Fördersätze ebenfalls gefährdet. Entsprechende freiheitliche Anträge habe man stets abgeschmettert.

Auch die Erhöhung der Forschungsquote auf 3,76 Prozent des BIP bis 2020 werde immer unwahrscheinlicher, befürchtet Karlsböck, mit den kolportierten Budgetzahlen sei dieses Ziel jedenfalls nicht zu erreichen. Eine Attraktivierung des österreichischen Forschungsstandortes sei aber dringend notwendig, um im Sinne einer "brain gain" Offensive heimische Spitzenforscher wieder zurückzuholen. Karlsböck kritisiert auch, dass trotz eklatanten Ärzte- und Technikermangels weiter an Zugangsbeschränkungen zu Universitäten festgehalten werde, und fordert die Verankerung des "Herkunftslandprinzips", um die Benachteiligung österreichischer Studierender zu beenden.

Der freiheitliche Wissenschaftssprecher spricht sich auch für ein Überdenken der Bologna-Ziele im gesamten tertiären Bildungssektor aus. "In dem Maße, in dem akademische Lehre als Folge des Bologna-Prozesses nicht mehr als forschendes Lernen konzipiert wird, sondern als berufliche Vermittlung von Wissen und Kompetenzen, droht das bewährte Humboldtsche Ideal von Grundlagenforschung aus den Hochschulen entfernt zu werden", so Karlsböck abschließend.

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