Gerstl: Recht auf menschenwürdiges Sterben gewährleisten

Vorschläge der Caritas zu Hospizversorgung ernst nehmen – Für ÖVP ist klar: Hospizwesen gezielt fördern, statt aktive Sterbehilfe – ÖVP hat uneingeschränkte Achtung vor dem menschlichen Leben

Wien, 16. April 2014 (ÖVP-PK) "Das Recht auf menschenwürdiges Sterben muss gewährleistet sein. Daher ist der Vorschlag von Caritas-Präsident Michael Landau, der einen Rechtsanspruch auf Hospizversorgung anregt, auch mein Vorschlag und ist ernsthaft zu diskutieren", betont ÖVP-Verfassungssprecher Wolfgang Gerstl, der das Thema in der parlamentarischen Enquete-Kommission "Würde am Ende des Leben" behandeln möchte. "Zahlreiche Maßnahmen wie Familienhospizkarenz mit Pflegekarenzgeld, die Verankerung der Förderbarkeit der Hospizversorgung im Pflegefonds, die Einführung der 24-Stunden-Betreuung, Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht wurden bereits realisiert. Menschenwürdiges Sterben ist ein Grundrecht, für das die Politik die Rahmenbedingungen zu schaffen hat", so Gerstl. ****

Der ÖVP-Verfassungssprecher betont: "Wir haben uneingeschränkte Achtung vor dem menschlichen Leben. Patient und Angehörige haben ein Recht darauf, die Anwendung aussichtsloser medizintechnischer Methoden abzulehnen. Anstatt Tötung auf Verlangen wollen wir, dass am Ende der Diskussion eine flächendeckende Hospizversorgung und ein flächendeckender Ausbau der Palliativmedizin stehen. Das Hospizwesen muss gezielt gefördert, mehr Mittel in die Palliativmedizin investiert und die Patientenrechte gestärkt werden." Menschen sollen an der Hand eines Menschen sterben – aber nicht durch die Hand eines Menschen. Ein Grundproblem bei Tötung auf Verlangen (= aktive Sterbehilfe), so Gerstl abschließend:
"Dabei könnten letztlich auch ökonomische Aspekte eine Rolle spielen und Tötung auf Verlangen würde auch das Aus für alle Bemühungen um Hospizbetreuung und Schmerztherapien bedeuten. Die ÖVP steht deshalb für die Verankerung des Verbots von Tötung auf Verlangen in der Verfassung, gekoppelt mit dem Grundsatz 'Sterben
in Würde'."

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