Mobile Hospizteams in Wien: FSW fördert Caritas, Caritas Socialis und Hilfswerk

Jährliche Förderungen in der Höhe von 2,1 Mio. Euro; KAV bietet hochspezialisierte Palliativstationen

Wien (OTS) - Der Palliativmedizin kommt in der heutigen Gesellschaft mit ihrer steigenden Lebenserwartung eine immer größere Bedeutung zu. Die Stadt Wien ist sich dessen bewusst und fördert daher unter anderem über den Fonds Soziales Wien mobile Palliativbetreuung in der Höhe von 2,1 Millionen Euro jährlich. Gefördert werden insgesamt acht mobile Hospizteams: vier Teams der Caritas der Erzdiözese Wien mit insgesamt über einer Million Euro jährlich, drei Teams der Caritas Socialis mit 770.000 Euro sowie ein Team des Wiener Hilfswerks mit 257.000 Euro jährlich. Außerdem wird die Familienbetreuung krebskranker Kinder der Kinder-Krebs-Hilfe (Elterninitiative St. Anna Kinderspital, AKH-Kinderklinik) unterstützt.

Auch in den allgemeinen mobilen und stationären Pflege- und Betreuungsangeboten der Stadt gehört es zu dem Qualitätsanspruch des FSW an die betreuenden Organisationen, dass der fachgerechte und empathische Umgang mit sterbenden Menschen durch die MitarbeiterInnen gesichert ist. Für diese Betreuung, die dank Förderung durch den Fonds Soziales Wien für alle unabhängig von Einkommen und Pflegegeld leistbar ist, wendet die Stadt Wien jährlich über 840 Millionen auf.

Auch der Wiener Krankenanstaltenverbund ist maßgeblich am Ausbau der mobilen und stationären Hospiz- und Palliativversorgung in Wien beteiligt. Palliativstationen mit 12 bis 14 Betten haben sich international als hervorragend geeignet erwiesen. Derzeit gibt es im AKH, im Wilhelminenspital und im Krankenhaus Hietzing Palliativstationen mit multiprofessionellen Teams von Ärztinnen und Ärzten und hochqualifizierten Pflegekräften. Im Zuge des Um- und Neubaus im Kaiser-Franz-Josef-Spital wird dort ebenso eine eigene Palliativstation errichtet. Das Palliativ-Supportteam im Donauspital ist ein multiprofessionell zusammengesetztes Team, das ärztliches-und Pflegepersonal in Stationen und Ambulanzen bei der Betreuung von PatientInnen mit unheilbaren Erkrankungen in fortgeschrittenem Krankheitsstadium unterstützt. Bereits 2008 wurde auch im Wilhelminenspital ein Palliativdienst eingerichtet, der jährlich etwa 450 Patientinnen und Patienten betreut.

Diesen hochspezialisierten Teams kommt noch eine weitere wichtige Aufgabe zu: Ihr Wissen, ihre Kompetenz und ihre Motivation an die im klinischen Bereich des KAV tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiterzugeben. So wird gesichert, dass die Philosophie einer Unterstützung, die weit über die ausschließlich ärztliche, pflegerische und therapeutische Behandlung hinausgeht, möglichst vielen Patientinnen und Patienten zugute kommt. Der KAV bietet für seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Spitalsbereich vermehrt Schulungen in diesem Bereich an.

Ziel der Palliativmedizin ist es, die bestmögliche, individuelle Lebensqualität der PatientInnen und deren Angehörige zu erhalten und zu fördern. Palliativversorgung ist daher bereits heute für alle BewohnerInnen von Pflegewohnhäusern und Geriatriezentren zugänglich. Die derzeit in vier KAV Pflegewohnhäusern und Geriatriezentren angebotene Spezialausbildung "palliative care" wird auf alle KAV Häuser ausgeweitet. Palliative Care bedeutet die aktive, ganzheitliche Betreuung durch ein multiprofessionelles Team, wobei die Erhaltung der Würde der Bewohnerinnen und Bewohner im Mittelpunkt steht.

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Mobil: 0676/8118 66312
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Conny Lindner
Pressesprecherin
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Telefon: 01 40409 70054
E-Mail: cornelia.lindner@wienkav.at

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