Christian Ragger: Bund will jetzt alle Kleinschulen am Land beseitigen

Überfalls-Verordnung des Unterrichtsministeriums ist neuer Anschlag auf den ländlichen Raum

Klagenfurt (OTS) - "In Kärnten stehen damit bis zu 50 Volks- und Hauptschulen auf der Kippe!", so beschreibt der Obmann der Kärntner Freiheitlichen LR Mag. Christian Ragger die Folgen einer neuen Verordnung des Unterrichtsministeriums. Der Bund will damit überfallsartig die Kosten für jeden Lehrerposten erhöhen, den die Länder zusätzlich zum genehmigten Bundesstellenplan benötigen.

Kärnten sei besonders betroffen. "Trotz sinkender Kinderzahlen haben wir uns bemüht, Volks- und Hauptschulen am Land zu erhalten. Den Bund interessiert das aber nicht. Er bewilligt dafür keine Lehrerposten. Die muss das Land selbst bezahlen, aber wenn der Bund jetzt die Kosten dafür in die Höhe schraubt, wird das auch für das Land unfinanzierbar", erklärt Ragger. Er fordert den zuständigen Schulreferenten LH Dr. Peter Kaiser auf offenzulegen, welche Schulen jetzt akut gefährdet sind.

Die "Überfalls-Verordnung" sei jedenfalls eine Bankrotterklärung der Bildungspolitik. Seit Jahren gehe der Bund von vollkommen unrealistischen Schüler-Lehrer-Verhältniszahlen aus und er zwinge damit die Länder "Überhang-Lehrer" zu beschäftigen. Der Bund ignoriere die Wirklichkeit in den Schulen, den Mehrbedarf, den die Integration beeinträchtigter Kinder, die notwendige Förderung lernschwacher und verhaltensgestörter Kinder oder die Unterstützung von Kindern mit fremder Muttersprache erfordert. Die Folge seien unrealistische Lehrer-Stellenpläne. "Und jetzt erreicht der Bund den Gipfel der Ignoranz, indem er die Kosten für jene von ihm selbst verursachten Überhang-Lehrer unverschämt anhebt", betont Ragger abschließend.

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