Wiener e-Mobilitätsprojekte werden um Sondierungsprojekt "e-Taxi für Wien" erweitert

Bis Jahresende liegt ein Geschäftsmodell für möglichen Praxiseinsatz einer elektrisch betriebenen Taxiflotte samt Ladestellen-Infrastruktur vor

Wien (OTS) - E-Mobilität im Praxistest: In einem Forschungsprojekt soll geklärt werden, unter welchen Voraussetzungen in Wien e-Taxis eingesetzt werden können. "Ein Wiener e-Taxi Projekt ist der absolut logische nächste Schritt in der Erweiterung der vielfältigen Wiener Aktivitäten auf dem Gebiet der e-Mobilität", sagt Michael Lichtenegger, Geschäftsführer der Neue Urbane Mobilität Wien GmbH (Wiener Stadtwerke). Das entsprechende Sondierungsprojekt erweitert laut Lichtenegger die prinzipielle Zielrichtung der Wiener Modellregion sowie der Leuchttürme der e-Mobilität, nämlich e-Mobilität als ideale Ergänzung zu den Öffis einzusetzen. In den vergangenen Jahren habe man die Erfahrung gemacht, dass e-Fahrzeuge für den Geschäftsverkehr in Unternehmensflotten am sinnvollsten eingesetzt werden können, genauso wie in der Logistik und bei öffentlich verfügbaren Mobilitätsdienstleistungen. Taxis passen da sehr gut ins Profil.

Im vom Klima- und Energiefonds im Rahmen der Phase 1 des Programms "E-Mobilität für alle: Urbane Elektromobilität" geförderten Forschungsprojekt werden die Rahmenbedingungen für den Betrieb eines Teils der Wiener Taxiflotte mit rein elektrisch motorisierten e-Taxis erarbeitet. Dabei sollen bislang offene rechtliche, organisatorische, technische und wirtschaftliche Fragen geklärt werden.
Ziel der Phase 1 (Abschluss Ende 2014) ist es, nachhaltige Geschäftsmodelle insbesondere für die Taxiunternehmen sowie für den Ladestellenbetreiber auszuarbeiten. Nur unter dieser Voraussetzung ist eine praktische Umsetzung ab 2015 möglich, die im Rahmen der Phase 2 der Ausschreibung des Klima- und Energiefonds gefördert werden könnte.

Konsortialführer ist die Neue Urbane Mobilität Wien GmbH, ein Unternehmen der Wiener Stadtwerke. Projektpartner sind die Wiener Stadtwerke AG, Wien Energie, Wirtschaftskammer Wien - Fachgruppe Taxi Mietwagen, Taxi 31300, TU Wien, AIT und tbw research. Über Unterstützungserklärungen eingebunden sind die Stadt Wien, Wiener Netze - Stromnetz / Netzmanagement, Taxi 40100/60160, Austrosoft, SMILE und die Wiener Modellregion.

Neben der Erhebung der Rahmenbedingungen wird intensiv an der Konzeption des Demonstrationsbetriebs gearbeitet. So fließen auch die Erkenntnisse aus dem Vorprojekt ZENEM ein. Das sind gute Voraussetzungen, um E-Taxis zeitnah auf die Straßen Wiens bringen zu können. Dabei werden bislang offene rechtliche, organisatorische, technische und wirtschaftliche Fragen bereits in enger Abstimmung mit den relevanten AkteurInnen für eine mögliche Umsetzung geklärt.

Geklärt werden soll unter anderem, wann idealerweise nachgeladen werden muss, wo und wann so geladen werden kann, ob wettbewerbsneutral eine Kundenanfrage angenommen werden kann, welche Elektrofahrzeuge besonders geeignet für den Einsatz als Taxi sind sowie, welche raumplanerischen Aspekte - hinsichtlich öffentlicher Raum, Eigentumsrechte, etc. - zu berücksichtigen sind.

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