Oesterreichs Energie: EU-Leitlinien bringen sanfte Heranführung an den Markt

E-Wirtschaft bewertet Leitlinien der EU-Kommission grundsätzlich positiv

Wien (OTS) - Als sanfte Heranführung an den Markt bewertete Barbara Schmidt, Generalsekretärin von Oesterreichs Energie, der Interessenvertretung der heimischen E-Wirtschaft die heute präsentierte Fassung der geplanten Leitlinien der Europäischen Kommission für staatliche Umwelt- und Energiebeihilfen 2014-2020 grundsätzlich positiv.

Die nun geplante stärkere Marktorientierung ist aus Sicht von Oesterreichs Energie sinnvoll, weil eine Förderung von früheren Nischentechnologien nicht auf Dauer weiterlaufen könne. Schmidt: "Wir sehen das als den Start der sanften Heranführung der marktreifen Stromproduktion aus erneuerbaren Energien an den Markt." Die derzeitigen Leitlinien treten außer Kraft, sobald die neuen Leitlinien in Geltung sind.

Übergangsfristen und Testphase für Ausschreibungssystem positiv

Der Ausbau der erneuerbaren Energien scheint durch die neuen Leitlinien keinesfalls gefährdet, denn lange Übergangsfristen und eine Testphase für das geplante Ausschreibungsregime bieten ausreichende Adaptionsmöglichkeiten. Die Einführung des Marktprämienmodells werde zudem in Zukunft ungerechtfertigt hohe Renditen von Investoren zu Lasten der Stromkunden beschränken. Schmidt: "Bis zu den weiteren CO2-Reduktionsschritten 2030, 2040 und 2050 liegt noch ein weiter Weg vor uns und wir müssen dafür sorgen, dass Industrie und private Stromkunden diesen Weg mit uns gehen können." Deshalb sei die EU-Kommission gut beraten, ein faires System ohne Schlupflöcher zu implementieren, das zudem die Weiterentwicklung des europäischen Strombinnenmarkts unterstützt.

Positiv sieht Oesterreichs Energie, dass durch die stärkere Heranziehung der erneuerbaren Energien für die Aufrechterhaltung der Systemsicherheit die Versorgungsicherheit bei Strom verbessert werden dürfte. Die neuen Kriterien für die Entlastung von energieintensiven und besonders dem internationalen Wettbewerb ausgesetzten Unternehmen von Abgaben zur Förderung erneuerbarer Energien sind aus Sicht von Oesterreichs Energie wichtig für die Erhaltung des Industriestandorts, insbesondere in kleinen Ländern.

Grenzüberschreitende Infrastrukturen und Versorgungssicherheit fördern

Weitere Akzente setzen die neuen Leitlinien bezüglich der Genehmigung von Beihilfen zur Gewährleistung einer angemessenen Stromerzeugung und zur Förderung grenzübergreifender Energieinfrastrukturen um die Versorgungsicherheit zu verbessern und den europäischen Energiebinnenmarkt voranzutreiben. Oesterreichs Energie begrüßt in diesem Zusammenhang, dass die aktuellen Probleme im Rahmen einer gesamteuropäischen Sicht gelöst werden sollen. Schmidt: "Das ist wichtig, damit auch Anbieter aus kleineren Nationen eine faire Chance am Markt erhalten."

Über Oesterreichs Energie

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Die rund 140 Mitgliedsunternehmen erzeugen mit knapp 21.500 Mitarbeitern mehr als 90 Prozent des österreichischen Stroms und betreiben die Transport- und Verteilnetze Österreichs. Die Stromproduktion der Mitglieder von Oesterreichs Energie erreichte 2012 rund 65 Milliarden Kilowattstunden, davon 65 Prozent aus nachhaltiger Wasserkraft.

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