Köchl: Klare Absage an Atomkraft gefordert statt zaghafter Signale

Grüne Kritik an EU-Kommission: Dezentrale, kleine Ökostromanlagen werden zurückgedrängt

Wien (OTS) - "Die heute vorgestellte Beihilfen-Richtlinie Energie wird den Ausbau der Erneuerbaren einbremsen und die großen Energiekonzerne begünstigen", kritisiert der Grüne Anti-Atomsprecher Matthias Köchl die heute vorgestellten Leitlinien zur Ökostromförderung, und ergänzt: "Wir Grünen wollen Europa energieautark positionieren, dies wird am schnellsten durch Millionen neuer kleine Energieproduzentinnen und -produzenten erfolgen. Die nun geschaffenen Vorgaben begünstigen eher Großprojekte und behindern damit die Energiewende".

"Gerade für kleine Solarstromanlagen ist ein kalkulierbarer Einspeisetarif ein effektives Förderinstrument, welches jedenfalls erhalten werden soll", sagt Köchl. Positiv wertet Köchl die Tatsache, dass bei Atomkraftwerken eine Einzelfallprüfung erfolgt. "Das britische AKW Hinkley Point C wurde nicht in die Förderrichtlinien aufgenommen. Die Einzelfallprüfung wird daher wesentlich mitentscheiden wie Europa hinkünftig mit Atomkraft umgehen will. Die Republik Österreich hat hier jedenfalls ihre Hausaufgaben gemacht und eine negative Stellungnahme zum AKW Ausbau in Hinkley Point abgegeben", schließt Köchl.

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