FPÖ-Hofer zu Entscheid über EU-Beihilfenrichtlinie: Lobbyisten- und Konzernpolitik gefährden massiv Energiewende

Rückschrittlicher Entwicklung in Europa muss national Einhalt geboten werden

Wien (OTS) - Die heutige Entscheidung der EU-Kommission betreffend der zukünftigen Energiepolitik in der Europäischen Union habe leider wenig Neues und noch weniger Überraschungen gebracht, so der freiheitliche Umwelt- und Energiesprecher und Dritte Präsident des Nationalrates Ing. Norbert Hofer in einer ersten Reaktion.

"Ich habe immer gefordert, dass Österreich, aber auch Europa den Irrweg der Atomenergie verlassen soll. Gerade im Bereich der Kernenergie wäre es dringend notwendig, endlich Kostenwahrheit und Transparenz zu leben. Während jeder Autofahrer eine Haftpflichtversicherung abschließen muss, so ist das für Betreiber von Atomkraftwerken noch immer nicht verpflichtend. Hier anzusetzen wäre ein mutiger Schritt der Kommission gewesen", zeigt sich Hofer enttäuscht.

Leider Gottes hätten sich wieder einmal Großindustrie und Atomlobby durchgesetzt. Es sei beschämend, dass die EU ganz offensichtlich so weit weg von den Menschen agiere, dass nur noch Konzerninteressen gefördert würden, moniert der freiheitliche Umwelt- und Energiesprecher. "Vor allem vor dem Hintergrund der Krim-Krise und den von der EU angedachten Sanktionen gegen Russland ist es doppelt unverantwortlich, nicht den Bereich der erneuerbaren Energieformen weiter zu stärken und diese als "Technologie der Zukunft" anzuerkennen", so Hofer. Österreich müsse dem heutigen EU-Entscheid zum Trotz seine Vorreiterrolle weiterhin wahrnehmen und alle Möglichkeiten ausschöpfen, um die Energieversorgung durch Erneuerbare zügigst voranzutreiben und damit seine Eigenständigkeit zu erhalten. "Es muss in einer gemeinsamen Kraftanstrengung aller Entscheidungsträger und über alle Parteigrenzen hinweg gelingen, Österreich bis 2050 weitestgehend energieautark zu machen", fordert Hofer abschließend.

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