Heinisch-Hosek: "Mädchen und junge Frauen motivieren, selbstbestimmt ihren Weg zu gehen - frei von Stereotypen und Rollenbildern"

Frauenministerin beim Wienerin-Summit zum Thema "Typisch Mann. Typisch Frau. Typisch Ich."

Wien (OTS) - "Rollenbilder und Stereotype schränken uns alle ein -Frauen und Männer. Sie verringern die Wahlmöglichkeiten", sagte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek heute, Mittwoch, beim Kongress "Typisch Mann. Typisch Frau. Typisch Ich." in Wien. Beim vierten internationalen Frauengipfel der Wienerin wird das Thema "Wie wirken sich Geschlechterrollen und deren Wandel auf unsere Gesellschaft aus?" in Key-Notes und Podiumsdiskussionen aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet. Der Kongress steht auch in diesem Jahr wieder unter der Schirmherrinnenschaft von Bildungs- und Frauenministerin Heinisch-Hosek.

"In einer Zeit, wo sich viele Frauen bereits gleichberechtigt fühlen, besteht die Gefahr, dass es keinen Platz mehr für eine Diskussion darüber gibt, wie sich die Situation für Frauen verbessern kann", so Heinisch-Hosek. Eine Diskussion darüber, wieso Frauen noch immer den Hauptteil der unbezahlten Arbeit übernehmen, wieso Frauen zwar so gut ausgebildet sind wie noch nie, jedoch nur selten in Chefetagen vertreten sind und weshalb Frauen noch immer weniger verdienen als Männer, dürfe nicht wegen "vermeintlich wichtigeren Themen" verdrängt werden.

"Auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, braucht es Raum für Diskussionen für weitere Verbesserungen für Frauen. Wir dürfen uns mit dem bereits erreichten nicht zufrieden geben. Dazu kommt, dass es einen Backlash gibt, viele Frauen und Männer besinnen sich wieder auf die traditionellen Rollen. Hier braucht es Bewusstseinsarbeit bei jungen Frauen und Männern", betont die Frauenministerin.

Damit Mädchen wie Buben ihre Kompetenzen und Interessen möglichst breit und frei von unreflektierten Rollenzuschreibungen entwickeln können, müsse bereits im Kindergarten angesetzt werden, so die Ministerin. "Mädchen sollen sich schon in der Volksschule an der Werkbank betätigen und auch später nicht die Freude an Physik verlieren", erklärt die Ministerin und verweist auf die geplante Online- Plattform "Mädchen in die Technik", die die ganze Bandbreite an Möglichkeiten vorstellen und so das Spektrum der Berufswahl erweitern soll. "Damit junge Frauen ihren Beruf oder ihre Ausbildung wählen, weil sie es wollen, ganz nach dem Motto 'Typisch Ich'", so die Frauenministerin abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Dr.in Julia Valsky
Pressesprecherin der Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek Telefon: + 43 1 53120-5025
julia.valsky@bmbf.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | MUK0001